Spanien: Moody’s senkt Rating um eine Note

Elena Salgado

Spaniens Finanzministerin Elena Salgado.

London – Die US-Ratingagentur Moody’s hat die Kreditwürdigkeit von Spanien um eine Note gesenkt. Die Kreditwürdigkeit werde von «Aa1» auf «Aa2» reduziert, teilte Moody’s am Donnerstag in Frankfurt mit. Der Ausblick bleibe negativ. Es droht also eine weitere Herabstufung. Moody’s begründete die Herabstufung vor allem mit den Problemen im spanischen Sparkassensektor.

Die Kosten einer Restrukturierung könnten höher ausfallen als bisher von der Regierung erwartet. Dies könnte das Staatsdefzit erhöhen. Die Ratingagentur Moody’s zweifelt zudem an der Fähigkeit der spanischen Regierung die erforderliche Verbesserung der Staatsfinanzen zu erreichen. Sie verweist auf die grosse Bedeutung der Haushalte der Regionen. Zudem dürfte das Wirtschaftswachstum moderat bleiben. Spanien bleibe zudem verwundbar durch mögliche Verwerfungen an den Märkten. Dies gelte nicht nur für den Gesamtstaat sondern auch für die Regionen und Banken.

Drittbeste Note
«Aa2» ist aber immer noch die drittbeste Note der Agentur. Spanien wird damit weiter deutlich besser bewertet als anderer finanzschwacher Länder wie Griechenland oder Irland. An den Märkten geriet der Euro nach der Entscheidung unter Druck und fiel auf ein Tagestief von 1,3802 Dollar. Die Risikoaufschläge für spanischen Staatsanleihen legten zu. Die Herabstufung sorgte zudem für eine Flucht in die als sicher geltenden deutschen Staatsanleihen. Diese verzeichneten kräftige Kursgewinne. (awp/mc/ss)

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