Morgan Stanley bleibt Branchen-Sorgenkind

John Mack

Morgan Stanley-VRP John J. .

New York – Die US-Investmentbank Morgan Stanley bleibt das Sorgenkind der Branche. Sie lieferte das schwächste Quartalsergebnis aller Wall-Street-Grössen ab. Unterm Strich blieben im vierten Quartal 600 Millionen Dollar übrig und das auch nur, weil die Bank ihre Kasse mit dem Verkauf ihres Anteils am chinesischen Wettbewerber CICC aufgefüllt hatte.

Zum Vergleich: Die Citigroup erwirtschaftete im Schlussquartal 1,3 Milliarden Dollar, Goldman Sachs 2,2 Milliarden Dollar und Branchenprimus JPMorgan sogar 4,8 Milliarden Dollar. Die Bank of America legt ihre Zahlen an diesem Freitag vor. Immerhin verdiente Morgan Stanley überhaupt Geld. Im dritten Quartal hatte die Bank noch einen Verlust eingefahren. Die Aktie stieg vorbörslich um 1,3 Prozent.

Anleihegeschäft mit Verlust
„Morgan Stanley hat sich in den meisten Geschäftsfeldern verbessert“, sagte Bankchef James Gorman. Kein anderes Institut habe mehr Firmenzusammenschlüsse eingefädelt und Börsengänge begleitet, hob er hervor. Schwachpunkt war am Jahresende allerdings das einst so lukrative Geschäft mit Anleihen. Hier fuhr Morgan Stanley einen kleinen Verlust ein. Das gemeinsam mit der Citigroup betriebene Brokergeschäft, bei dem die Banker im Auftrag ihrer Kunden mit Wertpapieren handeln, warf indes mehr Geld ab. (awp/mc/ss/20)

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