Norwegen bietet IWF Milliarden-Kredit an

Jens Stoltenberg

Norwegens Ministerpräsident Jens Stoltenberg.

Oslo – Das durch Öl und Gas reich gewordene Norwegen will eigene Finanzreserven zur Stabilisierung der europäischen Wirtschaft einsetzen. Wie Ministerpräsident Jens Stoltenberg am Mittwoch mitteilte, hat die Regierung in Oslo dem Internationalen Währungsfonds (IWF) einen Kredit über 55 Milliarden Kronen (7,1 Mrd Euro) angeboten.

Eine geordnete Entwicklung der internationalen Konjunktur sei auch im nationalen Interesse, sagte der Sozialdemokrat. Weiter meinte er: «Viele von Norwegens Handelspartnern sind in einer schwierigen Lage. Wir haben ein starkes Interesse an international wirtschaftlicher und finanzieller Stabilität.»

«Gigantischer Sparstrumpf»
In der letzten Finanzkrise hatten die Skandinavier dem IWF 2009 einen Kredit über 30 Milliarden Kronen gewährt. Das Land mit seinen 4,5 Millionen Einwohnern verfügt dank seiner Öl- und Gasvorkommen in der Nordsee über einen gigantischen «Sparstrumpf» in einem Fonds mit gut drei Billionen Kronen (knapp 400 Milliarden Euro). Damit sollen Rentenzahlungen für kommende Generationen gesichert werden. (awp/mc/pg)

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