Obwaldner Kantonalbank steigert ihren Gewinn

Bruno Thürig

Bruno Thürig, CEO Obwaldner Kantonalbank. (Foto: OKB)

Sarnen – Die Obwaldner Kantonalbank (OKB) hat in einem von der Frankenstärke und der andauernden Niedrigzinsphase geprägten Geschäftsjahr mit 27,77 Millionen Franken den zweitbesten Bruttogewinn in ihrer bald 130-jährigen Geschichte erzielt. Sowohl der Kanton wie auch die Partizipanten profitieren von einer höheren Gewinnausschüttung.

Mit 55,85 Millionen Franken erwirtschaftete die OKB den höchsten Bruttoerfolg ihrer Geschichte. Trotz leicht gestiegener Geschäftskosten kann die OKB den Bruttogewinn um 5,6 Prozent auf das Topergebnis von 27,77 Millionen Franken steigern.

Zinsergebnis über Erwartungen
Erfolgreich zeigte sich die OKB im Zinsengeschäft und damit ihrem wichtigsten Ertragszweig. Mit einem Wachstum bei den Kundenausleihungen um rund 80 Millionen Franken sowie einem konsequenten Liquiditäts- und Zinsenmanagement erhöhte sie den Erfolg aus dem Zinsengeschäft gegenüber dem Vorjahr um über 5 Prozent auf 43,72 Millionen Franken. „Die von der SNB erlassenen Negativzinsen beschäftigten unser Liquiditätsmanagement intensiv.“ erklärt CEO Bruno Thürig. „Wir mussten bei einzelnen Grosskunden Negativzinsen verlangen. Aber eine Ausweitung der Negativzinsen auf alle Kunden stand nie zur Diskussion.“

Geschäftsaufwand im Griff
Das auch 2015 intensiv betriebene Kostenmanagement lässt den Sachaufwand auf dem Vorjahresniveau von 9,50 Millionen Franken verharren. Eine Kostensteigerung ergibt sich jedoch beim Personalaufwand. Ein durchschnittlich höherer Personalbestand, Lohnanpassungen, höhere Sozialaufwendungen sowie Investitionen in die Ausbildung führen zu rund 4 Prozent höheren Ausgaben. Der Geschäftsaufwand erhöhte sich insgesamt um 2,7 Prozent auf 28,08 Millionen Franken und liegt damit im erwarteten Rahmen. Die Cost-Income-Ratio beträgt 50 Prozent.

Höhere Kundeneinlagen
Die effektiven Kundengelder nahmen um über 200 Millionen Franken zu. Mit diesem Plus von 8,9 Prozent betrugen sie am Jahresende 2,65 Milliarden Franken.

Höhere Ausschüttung an Kanton und Partizipanten
Mit 9,24 Millionen Franken fliessen dem Kanton 0,58 Millionen Franken mehr zu als im Vorjahr. Die Inhaber von Partizipationsscheinen erhalten mit 32 Prozent eine um 2 Prozent höhere Dividende auf dem Nominalwert als im Vorjahr.

Einführung der mobilen Bezahllösung Paymit
Ab Herbst 2016 wird die OKB ihren Kunden die mobile Bezahllösung Paymit der Swisscom anbieten. Die individualisierte Paymit-App ermöglicht eine direkte Anbindung an das Bankkonto. Mit diesem Schritt stehe dem Kunden ein weiterer digitaler Service zur Verfügung, der einem echten Kundenbedürfnis entspreche, erläutert CEO Bruno Thürig den Entscheid für die Partnerschaft.

Ausblick 2016
Bankrat und Geschäftsleitung rechnen mit einem leicht rückläufigen Ergebnis unter zusätzlich verschärften Rahmenbedingungen. Herausforderungen werden weiterhin das anhaltende Negativzinsumfeld, die volatilen Börsenmärkte und die Umsetzung der zahlreichen regulatorischen Vorschriften sein. (OKB/mc/pg)

Obwaldner Kantonalbank

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