Postfinance verzeichnet rückläufigen Betriebsgewinn

Postfinance verzeichnet  rückläufigen Betriebsgewinn
PostFinance-CEO Hansruedi Köng. (Foto PostFinance)

Bern – Bei der Post-Bankentochter Postfinance bleiben die Ergebnisse auch für die ersten neun Monate 2018 unter Druck. Weiterhin bröckeln im derzeitigen Negativzins-Umfeld die Zinserträge ab, dazu kommt der Wegfall eines Einmalertrags vom Vorjahr. Der seit mehreren Quartalen anhaltende Negativtrend bei den Ergebnissen von Postfinance setze sich damit fort, teilte die Post am Donnerstag mit.

Der Betriebsgewinn (EBIT) von Postfinance belief sich per Ende September noch auf 315 Millionen Franken, was einem Rückgang um knapp 60 Prozent entspricht. Der gesamte Betriebsertrag des Finanzinstituts lag mit 1,32 Milliarden Franken um 17 Prozent unter dem Ergebnis der entsprechenden Vorjahresperiode, wie den Zahlen zum Quartalsergebnis des Postkonzerns zu entnehmen ist.

Die Hauptgründe für den Ertragsrückgang waren weggefallene einmalige Realisierungsgewinne aus Aktienverkäufen im Vorjahr von 109 Millionen Franken sowie ein um 114 Millionen tieferer Zinsertrag. Das Kreditverbot verunmögliche es Postfinance, ihre Zinsmarge in diesem Umfeld zu stabilisieren, betont das Unternehmen. „Die Post begrüsst deshalb den Richtungsentscheid des Bundesrats, das Kredit- und Hypothekarvergabeverbot von Postfinance aufzuheben.“

Mehr Kundenvermögen
Das Institut verzeichnete derweil eine positive Kundengeldentwicklung von 905 Millionen Franken. Dennoch lagen die von der Postfinance verwalteten Kundenvermögen per Ende September 2018 mit 121,1 Milliarden Franken unter dem Stand von Ende 2017 (122,4 Milliarden). Die in Kooperation mit Partnerbanken vergebenen Hypotheken erhöhten sich auf 5,79 Milliarden Franken (Ende 2017: 5,65 Milliarden).

Insgesamt zählte das Finanzinstitut am Ende des dritten Quartals 2,88 Millionen Kunden, das waren 10’000 weniger als noch Ende 2017. Der Personalbestand entwickelte sich gemäss den Angaben rückläufig: Im dritten Quartal belief sich dieser im Postfinance-Stammhaus noch auf 3’346 Vollzeitstellen, was einem Rückgang von 147 Stellen gegenüber 2017 entspricht. (awp/mc/pg)

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