RBA-Banken H1: Gewinn wegen Sonderfaktoren im Vorjahr deutlich tiefer

Jürg Gutzwiller

Jürg Gutzwiller, CEO und VR-Delegierter RBA Holding. (Bild: SwissBanking)

Gümligen – Die 36 RBA-Banken haben im ersten Halbjahr 2014 das Kundengeschäft erneut gesteigert. Während die Kundengelder um CHF 0.6 Mrd. (+1.7%) zunahmen, stiegen die Kundenausleihungen auf der Aktivseite um CHF 0.3 Mrd. (+0.6%) auf CHF 44.7 Mrd. Die Eigenmittel lagen bereits im Vorjahr auf hohem Niveau und konnten nochmals um 2.3% auf CHF 4.1 Mrd. erhöht werden, wie die Gruppe am Donnerstag mitteilte.

Gegenüber dem Vorjahresende nahm die Bilanzsumme um CHF 0.5 Mrd. (1.0%) auf CHF 51.9 Mrd. zu. Sowohl die Kundenausleihungen als auch die Kundengelder verzeichneten einen Anstieg. Während die Kundenausleihungen derzeit insgesamt CHF 44.7 Mrd. betragen, belau-fen sich die Kundengelder auf CHF 37.2 Mrd. Der Kundendeckungsgrad stieg folglich von 82.4% auf 83.3%. Der Bestand an Anleihen und Pfandbriefdarlehen beträgt CHF 9 Mrd., was einer Abnahme von -2.3% entspricht. Im ersten Halbjahr 2014 konnten die Eigenmittel um +2.3% auf CHF 4.1 Mrd. erhöht werden. Die risikotragende Substanz wurde somit weiter verstärkt und beträgt nun CHF 4.7 Mrd.

Trotz weiterhin grossem Konkurrenzdruck im Ausleihungsgeschäft und zugleich tiefem Zinsniveau erreichte der Ertrag aus dem Zinsgeschäft mit CHF 286.4 Mio. nahezu den Vorjahreswert. Die Zinsmarge liegt im Vergleich zur Vorperiode ebenfalls unverändert bei 1.11%.

Betriebsertrag sinkt um 7,1% auf 389 Mio CHF
Die Einnahmen aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft erfuhren einen Rückgang um -3.9% bzw. CHF 2.5 Mio. und belaufen sich neu auf CHF 62 Mio. Das Handelsgeschäft blieb mit einem Ertrag von CHF 14.2 Mio. (-0.3%) praktisch unverändert. Beim übrigen ordentlichen Erfolg ist ein Rückgang von -50.6% auf CHF 26.4 Mio. zu verzeichnen. Dies ist primär auf einmalige Sondererträge im Jahre 2013 zurückzuführen; namentlich handelt es sich dabei um Einkünfte aus Veräusserungen von einzelnen Geschäftsbereichen der RBA-Holding. Folglich reduziert sich auch der Betriebsertrag auf CHF 389.0 Mio. (-7.1%).

Der Geschäftsaufwand beläuft sich auf CHF 244.8 Mio. Dies entspricht einer Abnahme von -1.9%, wobei der Personalaufwand auf CHF 129.6 Mio. (-2.9%) sank und die Sachkosten um -0.6% auf CHF 115.3 Mio. reduziert werden konnten. Die Cost-/Income-Ratio stieg von 59.6% auf 62.9% an. Infolge der gegenüber der Vorjahresperiode gesunkenen Gesamterträge und dem leicht tieferen Geschäftsaufwand reduzierte sich der Bruttogewinn um -14.8% auf CHF 144.1 Mio.

Reingewinn ohne Sonderfaktoren gehalten
Die Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste erfuhren eine Steigerung um CHF 2.4 Mio. auf CHF 6.4 Mio. Das Zwischenergebnis nahm um -20.1% auf CHF 99.6 Mio. ab. Auch der ausserordentliche Ertrag nahm um -35.3% ab und liegt bei CHF 11.4 Mio. Hingegen konnte der ausserordentliche Aufwand um -48.2% auf CHF 8.6 Mio. reduziert werden. Tiefere Steueraufwendungen von CHF 18.5 Mio. (Vorjahresperiode: CHF 20.3 Mio.) beeinflussen das Resultat ebenfalls positiv.

Der ausgewiesene Halbjahresgewinn, nach den etwas tieferen Abschreibungen auf dem Anlagevermögen (-5.8%), beläuft sich auf CHF 84.0 Mio., was einer Abnahme von -20.3% entspricht. Bereinigt um die Sonderfaktoren im übrigen ordentlichen Erfolg konnte der Halbjahresgewinn um 1% gesteigert werden. (RBA/mc/ps)

Die RBA-Gruppe
Die RBA-Gruppe ist eine Gemeinschaftsorganisation (in der Rechtsform einer einfachen Gesellschaft) von 36 Schweizer Regionalbanken. Im Vorjahr waren 37 Institute zu verzeichnen. Auf den 1. Januar 2014 wurde die Sparkasse Engelberg in die Sparkasse Schwyz integriert. Die RBA-Gruppe verfolgt das Ziel, die Zusammenarbeit der RBA-Banken in ausgewählten Gebieten zu koordinieren sowie die Vertretung ihrer Interessen auf dem schweizerischen Finanz-platz wahrzunehmen.

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