Rekordstrafe für Lloyds wegen unnötiger Kreditversicherungen

Antonio Horta-Osorio
Lloyds-CEO Antonio Horta-Osorio.

Lloyds-CEO Antonio Horta-Osorio.

London – Die britische Lloyds Banking Group muss eine Rekordstrafe von 117 Millionen Pfund (168 Mio. Fr.) zahlen, weil sie ihren Kunden von 2012 bis 2013 unnötige Kreditversicherungen verkauft und Kundenbeschwerden darüber abgeschmettert hat.

Die von der Finanzaufsicht FCA am Freitag verhängte Strafe ist die bislang höchste im Bereich des Privatkundengeschäfts von Banken in Grossbritannien.

Die Bank hatte Privatkunden und kleinen Geschäftsleuten im Zusammenhang mit Krediten zumeist unnötige, für die Bank aber lukrative Versicherungen gegen Kreditausfallrisiken wie Arbeitslosigkeit oder Krankheit aufgeschwatzt. Beschwerden der Kunden darüber wurden oft ohne genaue Prüfung abgewiesen.

Bonuszahlungen an Mitarbeiter gekürzt
Lloyds, an der der britische Staat heute zu 19 Prozent beteiligt ist, entschuldigte sich bei den Kunden und kündigte wegen der Strafzahlung eine Reduzierung der Bonuszahlungen an Mitarbeiter in diesem Jahr an. Zur Entschädigung von Kunden, denen die Kreditversicherungen aufgedrängt worden waren, hat die Bank bereits 12 Milliarden Pfund zurückgestellt. (awp/mc/ps)

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