Rettungsschirm stellt Zahlungsausfall Griechenlands fest

Klaus Regling
Klaus Regling, Chef des Euro-Rettungsfonds ESM.

Klaus Regling, Chef des EFSF.

Luxemburg – Der europäische Rettungsschirm (EFSF) hat offiziell einen Zahlungsausfall von Griechenland festgestellt. Auf Vorschlag von EFSF-Chef Klaus Regling verlangt der Rettungsschirm jedoch nicht die unmittelbare Rückzahlung der Hilfskredite. Dies teilte der EFSF am Freitag in Luxemburg mit. Griechenland hätte bis zum vergangenen Dienstag einen Kredit in Höhe von 1,54 Milliarden Euro  den IWF zurückzahlen müssen, tat dies aber nicht.

Man halte sich alle Optionen offen und bekräftige seine Ansprüche, teilte der EFSF mit. Man werde die Situation genau beobachten und seine Position regelmässig überprüfen. Griechenland ist der grösste Kreditnehmer des EFSF. Insgesamt schuldet Griechenland dem EFSF knapp 145 Milliarden Euro.

«Dieser Zahlungsausfall ist ein Grund zur grosser Besorgnis», sagte Regling. «Er bricht die Zusage Griechenlands, seine finanziellen Verpflichtungen gegenüber all seinen Gläubigern nachzukommen und öffnet die Tür zu schwerwiegenden Folgen für die griechische Wirtschaft und das griechische Volk.» Anteilseigner müssten sich jedoch keine Sorgen machen, da der Rettungsschirm über robuste Garantien der Euroländer verfüge. (awp/mc/pg)

EFSF

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