RobecoSAM: «Investieren in die UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung»

Rainer Baumann
von Rainer Baumann, CFA, Head of Investments bei RobecoSAM.

Die Welt steht vor mehreren globalen Herausforderungen: 2.4 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu einer sanitären Grundversorgung, 1/3 aller jährlich produzierten Lebensmittel wird verschwendet oder geht verloren, 1.4 Milliarden Menschen weltweit leben ohne Strom, 2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu der medizinischen Grundversorgung, die sie benötigen. (1)

Diesen Herausforderungen haben sich die Mitgliedstaten der UNO 2015 mit der Einführung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) gestellt. Die 17 SDGs sind ein Rahmenwerk für einen tragfähigen, mit ökologischen und gesellschaftlichen Zielsetzungen verknüpften wirtschaftlichen Wohlstand. Gemäss den UN-Prinzipien für Verantwortliches Investieren (PRI) wird die Realisierung der SDGs ein wesentlicher Treiber ökonomischer Prosperität und damit steigender Unternehmensgewinne und des globalen Wirtschaftswachstums sein. Um die SDGs bis 2030 zu erreichen, werden jährlich bis zu USD 7 Billionen an Investitionen in Infrastruktur, saubere Energie, Wasser und sanitäre Versorgung fliessen müssen (2). Dadurch werden sich neue Anlagechancen für Investoren eröffnen, die mit ihren Anlagen einen positiven Impact für Gesellschaft und Umwelt erzielen möchten.

1 Quellen: International Labour Organization, AAUW, United Nations, Acces to Medicine Index
2 Quellen: UNEP FI, ESG Magazin

Mit Impact Investing die Zukunft gestalten
Immer mehr Investoren interessieren sich deshalb für Impact Investing. Impact Investoren suchen Anlagelösungen, die neben einer attraktiven Rendite auch eine messbar positive Auswirkung auf Gesellschaft und Umwelt haben. Häufig haben Mainstream Investoren aber noch keinen Zugang zu Anlageprodukten, die auf einer umfassenden Bewertung der Nachhaltigkeitswirkung börsennotierter Unternehmen basieren. Dass die Aktivitäten einiger Unternehmen in Bezug auf die Realisierung der SDG förderlich, die Aktivitäten anderer Unternehmen dagegen abträglich sind, ist leicht nachvollziehbar und teilweise auch intuitiv erkennbar. So wird ein Solarunternehmen zum Beispiel eher einen positiven Beitrag zu den SDG leisten als ein Ölkonzern. Aber viele Unternehmen sind komplexe Organisationen mit zahlreichen Geschäftslinien, die in unterschiedlichen Wirtschaftssektoren tätig sind. Das macht die Bewertung und Wirkungsmessung komplizierter.

Zur angemessenen Evaluierung und Quantifizierung der SDG-Beiträge sämtlicher Unternehmen im Anlageuniversum ist ein Ansatz mit klaren Zielen und konsistenten Regeln erforderlich. RobecoSAM hat ein eigenes Tool zur Messung und Quantifizierung der Nachhaltigkeitswirkung börsennotierter Unternehmen entwickelt, das auf dem Beitrag der SDGs basiert. Das SDG Impact Modell von RobecoSAM kombiniert ESG und die SDG zu Anlageprodukten mit hoher Nachhaltigkeitswirkung und ermöglicht die systematische Abbildung und Messung des SDG-Beitrages von Unternehmen. Ganz einfach ausgedrückt hilft das Modell, drei wesentliche Fragen zu beantworten:

  1. Was produzieren die Unternehmen: Leisten die Produkte oder Dienstleistungen einen positiven oder negativen Beitrag zu den SDGs?
  2. Wie produzieren die Unternehmen: Trägt das Unternehmen mit seinen Geschäftspraktiken zu den SDGs bei?
  3. Ist/war das Unternehmen in Kontroversen involviert?

Dank des SDG Impact Modell haben Investoren die Möglichkeit, mit ihren Aktienanlagen eine positive Wirkung zu erzielen und von der auf Nachhaltigkeit, Qualität und Profitabilität gründenden Investmentphilosophie von RobecoSAM zu profitieren.

SDG Modellportfolio gegenüber traditionellem Standard-Modellportfolio
(vereinfachte Version des Berichtswesens zur Veranschaulichung)

Jedes Balkendiagramm zeigt die Auswirkungen der Portfolios auf die einzelnen SDGs.
Ein Unternehmen kann Auswirkungen auf mehrere SDGs haben.

Autor: Rainer Baumann, CFA, Head of Investments

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