Saxo Bank Kommentar: Wahlausgang in Schottland ist gut für die Märkte

Nick Beecroft

Nick Beecroft, Senior Market Analyst bei der Saxo Bank. (Foto: Saxo Bank)

Kopenhagen – „Hätten die Schotten gestern für die Unabhängigkeit gewählt, hätte das der kleine Flügelschlag eines Schmetterlings sein können, der zum erwarteten Chaos an den Aktienmärkten hätte führen können“, sagt Nick Beecroft, Senior Market Analyst bei der Saxo Bank.

Nach der Entscheidung gegen die Unabhängigkeit, sei diese enorme Unsicherheitsquelle nun beseitigt und die Aktienmärkte könnten ihren Aufwärtstrend fortsetzen. Die überschüssige globale Liquidität sei dabei weiterhin ein wichtiger Faktor. Zwar hätte die US-Notenbank die Anleihenkäufe erneut etwas zurückgefahren, aber die Bank of Japan flutet die Märkte weiterhin mit Geld.

EZB steuert in Richtung Quantitative Easing
Auch die EZB steuere unaufhaltsam auf ein Quantitative Easing zu. Ein Zeichen dafür sei auch die enttäuschende Bankennachfrage bezüglich der neuen EZB-Langzeitkredite (TLTRO). Banken hätten viel weniger Kredite aufgenommen als erwartet. „Dieser Versuch die EZB-Bilanzen mit passiven Mitteln zu vergrössern wird mit Sicherheit scheitern. Vielleicht wird dieser Versuch von einer aktiven Politik, wie etwa einem Quantitative Easing im Stile der FED und Bank of England ersetzt“, sagt Beecroft.

„Deshalb erwarte ich, dass die Märkte jetzt wieder aufwachen. Insbesondere das britische Pfund und der US-Dollar sollten wieder aufblühen, wie sie es ohne die Bedrohung einer schottischen Unabhängigkeit bereits getan hätten“, sagt Beecroft abschliessend. (Saxo Bank/mc/ps)

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