Saxo Bank Rohstoff-Kommentar: Agrarsektor weiter im Höhenflug

Ole Hansen

Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank. (Foto: Saxo Bank)

Kopenhagen – „Eine mögliche Eskalation der Spannungen zwischen dem Westen und Russland aufgrund der Ukraine-Krise hat die Ängste der Märkte vor einem bewaffneten Konflikt hochschnellen lassen. Negativ bewertet wurde insbesondere der Einfluss auf Schlüsselrohstoffe wie Erdgas und Öl, aber auch Weizen“, sagt Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank.

Der Agrarsektor blieb weiterhin der stärkste unter den Rohstoffen, jedoch auch der am meisten überkaufte. Neben Arabica-Kaffee waren die drei grossen US-Getreidesorten Mais, Weizen und Sojabohnen auf den ersten Plätzen. „Grund dafür ist die starke Exportnachfrage insbesondere nach Mais und Sojabohnen, die auch dabei hilft, die Lagerbestände aus der letztjährigen Rekordernte abzubauen“, sagt Hansen.

Edelmetalle profitieren weiter von Status als als «sicherer Hafen»
Auch Edelmetalle haben weiter zugelegt und von ihrem Status als „sicherer Hafen“ profitiert. „Dennoch hat es Gold nicht geschafft, die wichtige Widerstandsmarke von 1.360 US-Dollar pro Feinunze zu durchbrechen. Damit steigt das Risiko von Gewinnmitnahmen, besonders wenn der Kurs wieder unter 1.320 USD pro Feinunze rutschen sollte“, sagt Hansen.

Die Ukraine-Krise hat auch den beiden Ölsorten Brent und WTI zu neuen Höchstständen verholfen, die sie nach der politischen Entspannung aber auch wieder abgeben mussten. Während in der Öffentlichkeit über wirtschaftliche Sanktionen und Gegenmassnahmen diskutiert wurde, sei der Energiemarkt zu dem Schluss gekommen, dass keine Seite eine Unterbrechung des Gas- und Ölflusses riskieren möchte. „Sogar auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges flossen Öl und Gas ununterbrochen. Der Westen braucht Russlands Öl und Erdgas. Russland wiederum braucht das Geld aus dem Westen, um seine gebeutelte Wirtschaft zu finanzieren“, sagt Hansen abschliessend. (Saxo Bank/mc/ps)

Über Saxo Bank
Saxo Bank ist ein führender Spezialist für Online-Trading und Investment und bietet drei spezialisierte und integrierte Handelsplattformen: den browser-basierten SaxoWebTrader, den herunterladbaren SaxoTrader und den SaxoMobileTrader. Die Plattformen sind in mehr als 20 Sprachen verfügbar. Saxo Asset Management richtet sich an das Premiumsegment sehr vermögender Anleger sowie institutionelle Kunden. 2011 setzte die Saxo Bank die Diversifikation ihres Geschäfts fort und führte die Saxo Privatbank ein. Neben ihrem Hauptsitz in Kopenhagen ist die Saxo Bank mit Standorten in Europa, Asien, Nahost und Australien vertreten.

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