Saxo Bank Rohstoffkommentar: EZB haucht Edelmetallen neues Leben ein

Ole Hansen

Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank. (Foto: Saxo Bank)

Kopenhagen – „Während die Aktienmärkte nach der Bekanntgabe einer erneuten Leitzinssenkung der EZB weiter nach oben schossen, zeigten die Rohstoffmärkte insgesamt nur eine begrenzte Reaktion“, sagt Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank. Der Agrarsektor habe die fünfte Woche in Folge Verluste verbucht mit der Konsequenz, dass der DJ-UBS-Rohstoffindex mehr als die Hälfte der Gewinne aus der Rallye zum Jahresanfang abgegeben habe. „Die Gründe für die Indexschwäche liegen insbesondere in hohen Verlusten bei Arabica-Kaffee sowie dem Preistief bei Chicago-Weizen, der die längste Schwächephase seit zwanzig Jahren erlebte“, sagt Hansen.

Edelmetalle hingegen hätten aufgrund der Leitzinssenkung und anschliessend gemässigten Kommentaren der EZB einen leichten Schub erhalten. „Meine einzige Prognose vor der erwarteten Leitzinssenkung war, dass Gold wieder aus der eingefahrenen Schwankungsbreite von nur 10 US-Dollar ausbrechen würde. Doch die Bekanntgabe allein reichte nicht aus, denn erst die anschliessende Pressekonferenz zu weiteren Massnahmen hat das gelbe Metall wieder zum Leben erweckt“, sagt Hansen.

Erdgas auf Vier-Wochen-Hoch
Der Wochensieger Erdgas erreichte ein Vier-Wochen-Hoch. Grund dafür sei das saisonbedingt heisse Wetter in den USA, das die Nachfrage noch habe steigern und die Lagerbestände weiter senken können.  Die Ölsorte WTI stecke weiterhin in einer Handelsspanne zwischen 100 und 105 USD pro Barrel. „Die anhaltende Reduktion der Lagerbestände in Cushing, Oklahoma bietet WTI jedoch leichte Unterstützung gegenüber der Sorte Brent und lässt den Spread zwischen 6 und 7 USD pro Barrel pendeln“, sagt Hansen. (Saxo Bank/mc/ps)

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