Schwyzer Kantonalbank: Bruttogewinn um 6,8% auf 132,5 Mio CHF gesteigert

Peter Hilfiker

Peter Hilfiker, Vorsitzender der Geschäftsleitung Schwyzer Kantonalbank. (Foto: SZKB)

Schwyz – Die Schwyzer Kantonalbank (SZKB) hat sich in einem anspruchsvollen Umfeld erfolgreich behauptet. Der Jahresgewinn erhöhte sich um 1.1% auf CHF 79.5 Mio. Der Bruttogewinn konnte auf CHF 132.5 Mio. (6.8%) gesteigert werden. Die Bilanzsumme stieg um 4.2% auf rund CHF 13.6 Mrd. an. Das Eigenkapital vor Gewinnverwendung konnte um 4.9% auf CHF 1’375.2 Mio. verstärkt werden. Die SZKB verzeichnete 7’400 Neukunden, und der Nettoneugeldzufluss (inkl. Wertschriften) betrug CHF 569.8 Mio, wie es in einer Mitteilung des Instituts vom Donnerstag heisst.

Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um CHF 3.1 Mio. (1.7%) auf 174.2 Mio. Unter Ausklammerung der im Vorjahr enthaltenen einmaligen Dividenden aus Finanzanlagen resultierte allerdings eine Zunahme beim Zinserfolg um CHF 3.2 Mio. bzw. 1.9%, die wegen des höheren Geschäftsvolumens zu Stande kam. Demgegenüber ging die Zinsmarge, verursacht durch die historisch tiefen Geld-und Kapitalmarktzinssätze, nochmals zurück. Unterstützt durch das weitere Marktwachstum im Immobilienbereich und unter Berücksichtigung der definierten internen Risikoparameter konnten die Kundenausleihungen um stattliche CHF 585.5 Mio. (5.4%) auf 11’372.7 Mio. gesteigert werden. Mit einem stolzen Wachstum bei den Kundengeldern von CHF 472.8 Mio. (5.2%) auf 9’593.3 Mio. wird das hohe Vertrauen der Kunden in die SZKB eindrücklich unter Beweis gestellt.

Anspruchsvolles Umfeld im Kommissionsgeschäft
Aufgrund der von grosser Zurückhaltung und Vorsicht geprägten Investitionstätigkeit der Anleger nahm der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um CHF 2.3 Mio. (7.0%) auf 30.9 Mio. ab. Der Handelserfolg konnte dank einem verbesserten Wertschriftenergebnis um CHF 0.4 Mio. (4.7%) auf 8.6 Mio. gesteigert werden. Begünstigt durch einen Einmaleffekt bei den Liegenschaften in Finanzanlagen und aufgrund der guten Performance der eigenen Wertschriften nahm der übrige ordentliche Erfolg um CHF 13.4 Mio. auf CHF 15.9 Mio. zu.

Stabiler Geschäftsaufwand
Bei beinahe gehaltenem Personalbestand reduzierte sich der Personalaufwand um CHF 0.9 Mio. (1.2% auf 67.6 Mio. Aufgrund diverser Projekte und Ausgaben zur Erneuerung der Infrastruktur verzeichnete der Sachaufwand eine Zunahme um CHF 0.8 Mio. (2.9%) auf 29.5 Mio. Dank einer griffigen Kostenkontrolle konnte der Geschäftsaufwand insgesamt stabil auf CHF 97.2 Mio. gehalten werden. Dadurch und zufolge des höheren Bruttoertrages verbesserte sich das Cost/Income Ratio I (Geschäftsaufwand ausgedrückt in Prozenten des Bruttoertrages), von 43.9% auf 42.3%.

Vorausschauendes Risikomanagement
Dank der konsequenten Risikobewirtschaftung konnten die Einzelwertberichtigungen auf Kreditpositionen weiter reduziert werden. Hingegen wurde basierend auf den anhaltenden Preissteigerungen an den Immobilienmärkten und den Konjunkturaussichten die Berechnungsgrundlage für die pauschalen Wertberichtigungen angepasst. Zudem wurde den weiteren potenziellen Geschäftsrisiken Rechnung getragen. Daraus resultierend nahmen die Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste um CHF 10.2 Mio. (131.2%) auf 17.9 Mio. zu. Entsprechend ging der operative Gewinn (Zwischenergebnis) um CHF 1.4 Mio. (1.3%) auf 106.2 Mio. zurück.

Gleichbleibender Gewinnverwendungsantrag
Die Eignerstrategie sieht vor, dass die SZKB dem Kanton als Eigner eine angemessene, kontinuierliche und planbare Summe des operativen Gewinns abliefert. Gestützt darauf soll die Gewinnausschüttung an den Kanton Schwyz zwischen 35% bis 45% des jeweiligen operativen Gewinns (Zwischenergebnis) betragen.

Für das Geschäftsjahr 2012 ergibt sich zusammen mit dem Gewinnvortrag ein verteilbarer Bilanzgewinn von CHF 79.7 Mio. Der Gewinnverwendungsantrag sieht – basierend auf dem Gesetz über die Schwyzer Kantonalbank – eine gegenüber dem Vorjahr gleichbleibende Gesamtablieferung an den Kanton (inkl. Dotationskapitalverzinsung und Abgeltung für die Staatsgarantie) von CHF 42.5 Mio. vor. Zudem wird eine Dotierung der allgemeinen gesetzlichen Reserve der Bank von CHF 35.6 Mio. (Vorjahr 36.0 Mio.) beantragt. Die Gewinnausschüttungsquote, gemessen am Zwischenergebnis, beträgt somit 40.0% und befindet sich damit in der Mitte der anvisierten Bandbreite.

Solide Eigenkapitalausstattung
Vor Gewinnverwendung verzeichnete das Eigenkapital einen Zuwachs von CHF 63.8 Mio. (4.9%) auf 1’375.2 Mio. (Vorjahr 1’311.1 Mio.). Mit einer Eigenkapitalquote von 10.1% ist die SZKB gut für die vom Gesetzgeber beschlossenen Eigenmittelverschärfungen gerüstet. (SZKB/mc/ps)

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