Sergio Ermotti und Karin Keller-Sutter am Finance Forum Zürich 2026
Zürich – UBS-CEO Sergio P. Ermotti, Bundesrätin Karin Keller-Sutter und der ehemalige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker prägten das diesjährige Finance Forum Zürich. Rund 500 Entscheidungsträger aus der Finanzbranche kamen am Dienstag im Kongresshaus Zürich zusammen, um über die zentralen Herausforderungen für den Schweizer Finanzplatz.
Zum Auftakt des Branchentreffens begrüsste die Zürcher Regierungspräsidentin und Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh die Rekordzahl von 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Anschliessend richtete Ex-EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker den Blick auf die geopolitischen Veränderungen und die Rolle Europas. Mit pointierten und humorvollen Einschätzungen ging er dabei auch auf Folgen der internationalen Entwicklungen für die Schweiz ein.
Finanzbranche vor tiefgreifenden Veränderungen
Wie stark sich das Geschäft der Finanzinstitute verändert, diskutierten Franco Polloni, Marianne Wildi und Urs Monstein im Panel zur Zukunft der Finanzindustrie. Im Zentrum standen veränderte Kundenbedürfnisse, neue Wettbewerber wie digitale Banken und Fintechs sowie der technologische Wandel. Nach der Erfrischungspause setzten Finnova-CEO Hendrik Lang und ti&m-CEO Thomas Wüst weitere technologische Akzente. Lang beleuchtete die Zukunft von Kernbankensystemen und deren Ökosysteme, während Wüst die Chancen und Risiken von KI thematisierte.
Besondere Aktualität erhielten die Fireside-Chats mit UBS-CEO Sergio P. Ermotti und Bundesrätin Karin Keller-Sutter. Nur einen Tag vor der entscheidenden Beratung im Ständerat zur künftigen Regulierung der UBS trafen damit zwei zentrale Stimmen dieser Debatte am Finance Forum Zürich aufeinander. In den Gesprächen mit Moderator Andreas Lüscher wurden die unterschiedlichen Positionen nochmals deutlich. Im Zentrum stand dabei eine Frage, die den gesamten Finanzplatz beschäftigt: Wie lassen sich Finanzstabilität und internationale Wettbewerbsfähigkeit miteinander verbinden?
Publikum blickt mehrheitlich positiv nach vorne
Auch die Teilnehmenden konnten sich aktiv in die Veranstaltung einbringen. In mehreren Live-Umfragen teilten sie ihre Einschätzungen zu den aktuellen Herausforderungen des Finanzplatzes. Dabei zeigte sich unter anderem, dass die Mehrheit der anwesenden Finanzdienstleister weiterhin positiv in die Zukunft blickt, auch wenn die Stimmung angesichts geopolitischer Unsicherheiten, regulatorischer Fragen und des hohen Veränderungstempos leicht eingetrübt ist. Neben dem Bühnenprogramm boten die
Workshops und der Netzwerk-Apéro zahlreiche Gelegenheiten, Diskussionen zu vertiefen, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Beziehungen zu pflegen.
Breite Verankerung
Das Finance Forum Zürich wird vom Kanton Zürich getragen und von einer breiten Allianz aus Unternehmen, Partnern und Branchenverbänden unterstützt. Presenting Partner ist ti&m. Hauptpartner sind EFG, Finnova und Grant Thornton Schweiz/Liechtenstein.
Diese breite Verankerung trägt wesentlich dazu bei, Akteure aus unterschiedlichen Bereichen des Schweizer Finanzplatzes zusammenzubringen und den branchenübergreifenden Dialog zu fördern. «Die grosse Resonanz zeigt, wie wichtig der persönliche und branchenübergreifende Austausch gerade in einer Phase bedeutender Weichenstellungen ist. Unser Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und einen offenen Dialog über die Zukunft des Finanzplatzes zu ermöglichen», sagen die Mitveranstalter Markus Goop und Patrick Stahl. Das nächste Finance Forum Zürich findet am Dienstag, 21. September 2027, statt. (Finance Forum/mc/hfu)