SNB: Auslandvermögen steigen 2012 um 39 Mrd auf 878 Mrd CHF

Schweizerische Nationalbank Bern
SNB-Sitz Bern. (© SNB)

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Zürich – Das Auslandvermögen wurde 2012 hauptsächlich durch den Kapitalverkehr geprägt. Zudem wirkten sich auch die Kurssteigerung auf den Aktienbeständen und die tiefere Bewertung der Bestände in US-Dollar auf das Auslandvermögen aus. Sowohl die Auslandaktiven als auch Auslandpassiven fielen höher aus. Da die Auslandaktiven stärker zunahmen als die Auslandpassiven, stieg das Nettoauslandvermögen um 39 Mrd. auf 878 Mrd. Franken an. Im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt betrug das Nettoauslandvermögen 148% (Vorjahr 143%).

Die Auslandaktiven stiegen um 206 Mrd. auf 3577 Mrd. Franken. Zu diesem Anstieg trugen die Kapitalexporte entscheidend bei, wobei insbesondere die Aufstockung der Währungsreserven ins Gewicht fiel: Die Währungsreserven nahmen um 174 Mrd. auf 485 Mrd. Franken zu. Der Bestand der Portfolioinvestitionen im Ausland nahm um 65 Mrd. auf 1085 Mrd. Franken zu. Ein Grossteil dieser Zunahme entfiel auf die Dividendenpapiere, die vom Kursanstieg der Aktien profitierten. Der Bestand der Direktinvestitionen im Ausland erhöhte sich aufgrund von Kapitalexporten um 24 Mrd. auf 1071 Mrd. Franken. Rückläufig waren dagegen die Kreditforderungen der Geschäftsbanken gegenüber dem Ausland, die insgesamt um 11 Mrd. auf 488 Mrd. Franken sanken. Dabei verringerten sich die Interbankenforderungen um 25 Mrd. Franken, während die Forderungen aus dem Kundengeschäft um 14 Mrd. Franken zunahmen. Die Kreditforderungen der Nationalbank gegenüber Zentralbanken und Geschäftsbanken im Ausland gingen um 10 Mrd. auf 5 Mrd. Franken zurück. Ebenfalls unter dem Vorjahresniveau lagen die Positionen Derivate und Strukturierte Produkte (-26 Mrd. auf 161 Mrd. Franken) und Treuhandanlagen im Ausland  (-9 Mrd. auf 32 Mrd. Franken).

Deutliche Zunahme ausländischer Portfolioinvestitionen
Die Auslandpassiven erhöhten sich um 167 Mrd. auf 2700 Mrd. Franken. Den grössten Anstieg verzeichnete der Bestand der ausländischen Portfolioinvestitionen in der Schweiz, der um 113 Mrd. Franken auf 762 Mrd. Franken stieg. Ausschlaggebend dafür waren die höheren Aktienkurse. Erneut nahmen die Kreditverpflichtungen der Geschäftsbanken gegenüber dem Ausland zu: Sie erhöhten sich um 47 Mrd. auf 748 Mrd. Franken. Dabei stiegen die Kundeneinlagen um 56 Mrd. Franken, während die Verpflichtungen aus dem Interbankengeschäft um 9 Mrd. Franken zurückgingen. Der Bestand ausländischer Direktinvestitionen in der Schweiz erhöhte sich um 19 Mrd. auf 672 Mrd. Franken. Der Bestand der Position Derivate und Strukturierte Produkte nahm dagegen um 27 Mrd. auf 135 Mrd. Franken ab.

Keine Statistik für 2013
Die SNB wird die Auslandvermögensstatistik im Jahr 2014 auf den neuen Statistikstandard des Internationalen Währungsfonds umstellen (Balance of Payments and International Investment Position Manual, Sixth Edition, BPM6). Die in diesem Rahmen geplanten Anpassungen werden im Bericht zum Auslandvermögen 2012 erläutert.  Wegen der Umstellung auf den neuen Statistikstandard wird der Bericht zum Auslandvermögen 2013 ausfallen. Der Jahresbericht zum Auslandvermögen 2014 wird dann zusammen mit dem Zahlungsbilanzbericht 2014 im Sommer 2015 erscheinen.

Der Bericht zum Auslandvermögen 2012 ist ab heute im Internet verfügbar unter www.snb.ch, Publikationen/Statistische Publikationen. In gedruckter Form kann der Bericht ab dem 27. Dezember 2013 bei der Nationalbank bezogen werden (Abonnenten des Statistischen Monatsheftes der SNB erhalten den Bericht ohne Bestellung). (SNB/mc/ps)

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