Spanien refinanziert sich zu höheren Zinsen

Elena Salgado

Spaniens Finanzministerin Elena Salgado.

Madrid – Das Euro-Land Spanien hat sich am Donnerstag zu höheren Zinsen am Finanzmarkt refinanzieren können. Die Nachfrage war jedoch robust, wie aus Zahlen der nationalen Schuldenagentur hervorgeht. Beobachter bewerten das Ergebnis kurz vor dem Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union zur Schuldenkrise angesichts der hohen Verunsicherung als positiv.

Neben der guten Nachfrage verwiesen sie darauf, dass der spanische Staat nahezu alle Papiere habe absetzen können. Insgesamt nahm Spanien mit zwei Anleihen unterschiedlicher Laufzeit 2,62 Milliarden Euro auf. Damit wurde der angestrebte maximale Höchstbetrag von 2,75 Milliarden Euro fast erreicht. Die Laufzeiten der Anleihen lagen bei zehn Jahren (1,807 Mrd. Euro) und bei 15 Jahren (814 Mio Euro). Im zehnjährigen Bereich stieg die Rendite von 5,352 Prozent bei einer Auktion im Juni auf 5,896 Prozent. Die Rendite der fünfzehnjährigen Anleihe legte von 6,027 Prozent auf 6,191 Prozent zu. (awp/mc/ps)

Europäische Zentralbank (EZB)

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