Staatlicher US-Autofinanzierer Ally marschiert Richtung Börse

Michael Carpenter

Ally-CEO Michael Carpenter.

New York – Die Vereinigten Staaten kommen beim beim Abbau der Altlasten aus der Wirtschaftskrise voran. Der infolge der schwersten Krise seit den 30er-Jahren verstaatlichte Auto- und Häuserfinanzierer Ally Financial geht bald an die Börse.

Das Unternehmen reichte am Donnerstag bei den Behörden die offiziellen Unterlagen dafür ein. Details nannte Ally Financial (früher: GMAC) dabei nicht. Fest steht jedoch, dass der Staat seinen Anteil von derzeit knapp 74 Prozent zurückfahren will. Finanzkreisen zufolge will die Regierung dabei mindestens fünf Milliarden Dollar erlösen. Es könnten aber sechs bis sieben Milliarden Dollar werden.

17-Milliarden-Dollar-Spritze
Der US-Steuerzahler hatte die frühere Tochter des Autobauers General Motors in der Krise mit insgesamt 17 Milliarden Dollar vor dem Aus gerettet – knapp fünf Milliarden Dollar davon hat der Staat inzwischen über Gewinnausschüttungen und Rückzahlungen wieder bekommen. Der US-amerikanische Staat hatte erst im vergangenen Jahr den in der Finanzkrise zwischenzeitlich ebenfalls verstaatlichten Autokonzern General Motors wieder an die Börse gebracht und dabei 23 Milliarden Dollar eingenommen. (awp/mc/ps)

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