State Street: Investor Confidence Index steigt im Juni leicht

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(Foto: Dreaming Andy - Fotolia.com)

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Zürich – Der globale ICI ist im Juni um 0,9 Punkte auf 119,5 Zähler gestiegen, nachdem der Wert für den Vormonat Mai auf 118,6 Punkte nach unten korrigiert worden war. Sowohl europäische als auch nordamerikanische Anleger zeigten sich im Juni risikofreudiger, was zu der Steigerung beitrug. Der nordamerikanische ICI stieg um 2,5 auf 116,4 Punkte, der europäische ICI um 2,6 auf 113,6 Punkte. Dagegen zeigten sich asiatische Anleger pessimistischer, was den asiatischen ICI um 7,9 auf 96,5 Punkte fallen liess.

Der Investor Confidence Index wurde von Kenneth Froot und Paul O’Connell von State Street Associates, dem wissenschaftlichen Beratungsgeschäft von State Street Global Exchange, entwickelt. Er misst das Anlegervertrauen oder die Risikobereitschaft der Anleger quantitativ, indem er das tatsächliche Kauf- und Verkaufsverhalten institutioneller Anleger analysiert. Der Index definiert Änderungen in der Risikobereitschaft von Anlegern genau: Je grösser der Portfolioanteil von Aktien, desto grösser ist auch die Risikobereitschaft oder das Vertrauen der Anleger. Ein Stand von 100 gilt dabei als neutral. Bei diesem Wert halten sich Aufstockung und Abbau langfristiger Risikopositionen die Waage. Im Unterschied zu umfragebasierten Barometern beruht der ICI auf tatsächlich erfolgten Transaktionen institutioneller Anleger und nicht auf deren Meinungen.

Höhere Risikobereitschaft
„Die Industrieländer haben den Sommer mit einem starken Schub begonnen. Gekoppelt mit der laxen Gelpolitik hat das zu einer höheren Risikobereitschaft geführt“, sagte O`Connel. „Allerdings bleibt der ICI insgesamt unter seinem Februar-Hoch und anfällig für Anzeichen von Deflation in entwickelten Märkten und einem strukturellen Nachlassen des Wachstums in Schwellenländern.“

„Das Investorenvertrauen in Asien hat seinen zweiten signifikanten Rückgang infolge hinnehmen müssen und steht nun ganze 18,5 Punkte unter seinem Jahreshoch vom März“, kommentierte Michael Metcalfe, Head of Multi Strategy Research von State Street Global Markets. „Die Anfälligkeit der Region für Schwankungen der chinesischen Wachstumsaussichten und politischen Entscheidungen bleibt hoch. Die Verbesserung einiger Wirtschaftsindikatoren, gemeinsam mit währungspolitischen Schritten hin zu einer Lockerung hat die Bandbreite des Yuan-Kurses verbreitert – möglicherweise kann darauf wieder eine höhere Risikobereitschaft fussen.“ (State Street/mc)

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