Steuerstreit: USA verstärken Druck auf die Schweiz

Brady Dougan

CS-CEO Brady Dougan.

Zürich – Im Streit um unversteuerte Vermögen verstärken die USA den Druck auf die Schweiz. Die USA fordern unverzüglich detaillierte Informationen über das Ausmass der Steuerhinterziehung von US-Bürgern via Schweizer Banken. Stelle sich die Schweiz quer, droht die US-Regierung der Credit Suisse und neun anderen Banken mit Strafklagen. Dies schreibt die «SonntagsZeitung» (SoZ) mit Verweis auf einen Brief von US-Vizejustizminister James Cole an den Schweizer Staatssekretär Michael Ambühl vom 31. August.

Gemäss dem Schreiben, welches der SonntagsZeitung vorliegt, verlangen die USA bis Dienstag unter anderem detaillierte Zahlen zur Steuerhinterziehung bei der CS. «Ohne diese Daten sehe ich nicht ein, wie wir konkret vorankommen können», hält Cole gemäss SoZ fest. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, wollen die USA eine «Grand Jury Subpoena» und ein «John Doe Summons» gegen die betroffenen Banken ausstellen. Gemeint sind damit gerichtliche Zwangsmassnahmen zur Offenlegung von Kundendaten.

Milliardenbussen drohen

Neben der Offenlegung von Kundendaten drohen den Schweizer Banken auch signifikante Geldbussen. Diese dürften sich alleine für die CS in der Höhe von 1 bis 1,5 Mrd USD bewegen, schreibt die «NZZ am Sonntag». Neben der CS sind gemäss SoZ auch Julius Bär, Wegelin sowie die Zürcher und Basler Kantonalbank betroffen. (awp/mc/ps)

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