Swiss Re hält sich bei Cyberversicherungen zurück

Jean-Jacques Henchoz
Jean-Jacques Henchoz, CEO Region EMEA Swiss Re. (Foto: Swiss Re)

Düsseldorf – Der Rückversicherer Swiss Re hält sich im Geschäft mit Cyberversicherungen zurück. „Cyber ist für uns kurzfristig noch keine Wachstumsgeschichte“, sagte Jean-Jacques Henchoz, CEO der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) in der Sparte Reinsurance, in einem Gespräch mit dem „Handelsblatt“ (Wochenendausgabe).

Zwar entwickele sich der Markt für Cyberversicherungen derzeit rasch weiter, doch der Deckungsumfang im Verhältnis zum möglichen Gefährdungsgrad sei noch relativ gering, erklärte Henchoz. Schadensfälle seien in ihrer Konsequenz nicht einzuschätzen. Ein Cyberangriff könne zu einer enormen Belastung in der Bilanz führen. Einige Risiken bleiben nach der Einschätzung des Managers „unversicherbar“.

Der Schwerpunkt für Swiss Re beim Thema Cyberversicherung liege im Bereich der Forschung und Entwicklung. Der Konzern müsse die Risiken „besser verstehen lernen“. Ausserdem habe der Konzern einige Partnerschaften mit global tätigen Erstversicherern und plane, „hier mittelfristig zu wachsen“. (awp/mc/ps)

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