Milliardengewinn für Swiss Re im 1. Quartal

Michel M. Liès
Michel M. Liès. (Foto: zvg)

Swiss Re-CEO Michel Liès. (Foto: Swiss Re)

Zürich – Der Rückversicherer Swiss Re hat im ersten Quartal 2012 einen über Erwarten hohen Gewinn von über einer Milliarde US-Dollar ausgewiesen. Nachdem im Vorjahr hohe Kosten für Naturkatastrophen, etwa für die Tsunami-Schäden in Japan, zu einem Verlust geführt hatten, profitierte Swiss Re im laufenden Jahr von einer deutlich tieferen Schadenlast sowie aus realisierten Gewinnen aus Kapitalanlagen.

Der den Aktionären zurechenbare Gewinn betrug 1’141 Mio USD nach einem Verlust im Vorjahr von 665 Mio. Je Aktie belief sich der Gewinn auf 3,33 (VJ -1,94) USD, teilte Swiss Re  mit. Die Eigenkapitalrendite lag mit 15,3% über der mittelfristigen Zielvorgabe.

Eigenkapital wächst auf 31,2 Mrd Dollar
Nach der Emission von zwei innovativen Contingent-Capital-Instrumenten, die dem Eigenkapital zugerechnet werden, wuchs das Eigenkapital per Ende März 2012 auf 31,2 Mrd USD nach 29,6 Mrd per Ende 2011. Der Buchwert je Aktie betrug 87,59 USD (79,17 CHF), gegenüber 86,35 USD (80,74 CHF). Die Anlagerendite beläuft sich auf 4,0% nach 3,9%. Basierend auf den Zahlen von 2011 weist Swiss Re einen SST-Quotienten von 213% aus.

Guter Start ins 2012
Das Jahr 2012 habe für die Swiss Re gut begonnen, das Quartalsergebnis sei ausgezeichnet, wird CEO Michel Liès in der Mitteilung zitiert. Die Gruppe sei in der Lage, in einem Umfeld steigender Preise profitables Wachstum und ein hervorragendes Ergebnis im Asset Management liefern zu können. Swiss Re werde sich weiter darauf konzentrieren, die Kompetenz im Zyklusmanagement auszuschöpfen und profitables Wachstum zu erzielen, so Liès weiter. Die verdienten Prämieneinnahmen wuchsen dank der kürzlich erfolgreich durchgeführten Erneuerungsrunde um 21,7% auf 6,2 Mrd USD.

In der April-Erneuerungsrunde, die sich vor allem auf das asiatische Geschäft konzentriert, nahm das zu erneuernde Volumen um 14% zu und das ökonomische Preisniveau verbesserte sich um 17 Prozentpunkte. Swiss Re habe insbesondere von substanziell steigenden Preisen im Naturkatastrophengeschäft in Japan profitiert, hiess es.

Neue Gruppenstruktur
Swiss Re rapportierte erstmals unter der neuen Gruppenstruktur. Die Combined Ratio auf Gruppenebene verbesserte sich deutlich auf 84,9% nach 163,7%, im Bereich Property&Casualty Reinsurance lag sie bei 85,0% (VJ 171,0%) und bei Corporate Solutions bei 84,7% (123,9%). In der Rückversicherung Life&Health weist Swiss Re eine Benefit Ratio von 74,4% (76,3%) aus.

Erfolge in allen Segmenten
Der Gewinn in P&C lag bei 660 Mio USD nach dem Verlust von 632 Mio. Dies verdankt Swiss Re in erster Linie dem günstigen Naturkatastrophenverlauf. Die verdienten Prämien wuchsen um 38% auf 3,1 Mrd. In Life&Health belief sich der Gewinn auf 209 Mio USD nach 14 Mio. Das Geschäft profitierte von einem günstiger als erwarteten Mortalitäts- und Morbiditätsverlauf sowie gestiegenen Prämien und Honorareinnahmen.

Die Sparte Corporate Solutions mit Versicherungslösungen für global tätige Konzerne wies einen Gewinn von 84 (Verlust 42) Mio USD aus. Die verdienten Nettoprämien stiegen um 28% auf 531 Mio. Und bei Admin Re sei der ausserordentlich hohe Gewinn von 174 (47) Mio auf Einmaleffekte wie realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen in Höhe von 61 Mio sowie eine einmalige Steuergutschrift zurückzuführen, hiess es.

Ziele bestätigt
Swiss Re sei optimal positioniert, um Wachstumschancen dezidiert zu ergreifen und die Ergebnisse nachhaltig zu verbessern – und so die mittelfristigen Finanzziele zu erreichen, wird CFO George Quinn zitiert. Das Erreichen der Finanzziele 2011-2015 habe Top-Priorität.

Das Management strebt bis 2015 eine Eigenkapitalrendite an, die gemessen an 5-jährigen US-Staatsanleihen die risikofreie Rendite durchschnittlich um 700 Basispunkte übersteigen soll. Dies habe man im ersten Quartal 2012 geschafft. Der Gewinn je Aktie und das ökonomische Eigenkapital pro Aktie (plus Dividende) sollen jährlich jeweils um rund 10% wachsen. (awp/mc/pg)

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