Swisscanto Investment Update Juni 2013: Etwas vom Gas gehen

Anlage

Zürich – Nachdem viele wichtige Aktienmärkte im vergangenen Monat Höchststände erreicht hatten, wurden durch eher schwache wirtschaftliche Frühindikatoren Gewinnmitnahmen ausgelöst. Auch Swisscanto nimmt den Fuss etwas vom Gas und reduziert das Übergewicht bei amerikanischen Aktien, um temporäre Schwächephasen nutzen zu können. Das Übergewicht bei europäischen Aktien wird beibehalten.

Weltweit entwickeln sich die Volkswirtschaften weiterhin sehr unterschiedlich. In den USA werden die Erwartungen erfüllt; Arbeitsmarktentwicklung und Konsumentenstimmung sind sogar etwas besser als erwartet. Das löste Diskussionen um ein vorzeitiges Ende der extrem lockeren US-Geldpolitik und der umfangreichen Treasury-Käufe durch das Fed aus. Swisscanto ist der Ansicht, dass das Fed sein «Quantitative Easing» bis ins Jahr 2014 hinein fortsetzen wird und den Ausstieg aus seinem Kaufprogramm mit marktgerechter Kommunikation vorsichtig vorbereiten wird.

In Europa bewegt sich etwas
Die Eurozone befindet sich zwar noch in der Rezession, aber es gibt inzwischen Lichtblicke. Der wichtigste: Die Leistungsbilanz der Eurozone ist inzwischen markant positiv. Wichtig für Kapitalmärkte: An Spanien ist der Kelch einer Herabstufung der Staatsschulden auf das Niveau von Hochzinsanleihen mit grosser Wahrscheinlichkeit vorübergegangen – da haben die Rating-Agenturen sich ganz offensichtlich politischem Druck gebeugt. Aus China kamen wieder etwas schwächere Wirtschaftsindikatoren; wir gehen davon aus, dass die marktgängige Wachstumserwartung für dieses Jahr (+7,9 Prozent) etwas zu hoch angesiedelt ist. Die Neueinschätzung des chinesischen Wachstums belastet derzeit den gesamten Rohstoffsektor sowie die klassischen Rohstoffwährungen. In Japan werden mit den umfangreichen Stimulierungsmassnahmen der Notenbank sowohl am Aktienmarkt als auch bei der Währung kurzfristig die gewünschten Effekte erzielt. Mit nachhaltigen Wirkungen rechnet Swisscanto eher nicht.

Die «grosse Rotation» steht noch aus
Angesichts des Niedrigzinsumfelds wird immer öfter die Erwartung formuliert, es werde eine «grosse Rotation» von Anleihen zu Aktien geben – oder diese sei bereits in Gang gekommen. Tatsächlich verzeichneten erstklassige Staatsanleihen zuletzt spürbare Kursverluste. Ob es sich dabei bereits um die vielbeschworene grosse Zinswende handelt, bleibt abzuwarten. Erneute Unsicherheiten wie beispielsweise ein unerwarteter Entscheid des deutschen Verfassungsgerichts am 12. Juni zum Thema «Das Anleihenkaufprogramm der Europäischen Zentralbank» könnten wieder für die Nachfrage nach sicheren Staatsanleihen sorgen.

Unternehmensanleihen hoch bewertet
Swisscanto vertritt nach wie vor die Ansicht, dass es bei Anleihen mittelfristig zu Kursverlusten kommen wird. Der am Markt erwartete markante Schwenk in Richtung Aktien liess sich anhand messbarer Kapitalflüsse allerdings noch nicht bestätigen. Als Alternative zu erstklassigen Staatsanleihen wurden nach wie vor Anleihen der europäischen Peripherie, Unternehmensanleihen und Emerging-Markets-Anleihen bevorzugt. Als Folge dieser anhaltend hohen Nachfrage, die bisher nicht abebbt, sind inzwischen vor allem Unternehmensanleihen hoch bewertet. Eigentlich wäre hier eine Reduzierung bestehender Übergewichte auf eine neutrale Position geboten. Angesichts des fortdauernden Nachfrageüberhangs sieht Swisscanto davon bisher noch ab.

Dividendenstrategien können von Rotation profitieren
Nach den Kursanstiegen der vergangenen Monate ist die Unterbewertung europäischer Aktien nicht mehr stark ausgeprägt. Dafür haben die Aktienmärkte aus technischer Sicht Rückendeckung bekommen. Deshalb behält Swisscanto das Übergewicht bei europäischen Aktien bei. Wer sich im Rahmen der Abkehr von überbewerteten Staatsanleihen bisher vor einem Einstieg in Aktien gescheut hat, für den bieten Dividendenstrategien, die ihren Fokus nicht nur auf hohe Dividendenrenditen, sondern auch auf Stabilität und Wachstum der Ausschüttungen legen, eine zweckmässige Lösung auf der Suche nach Rendite. (Swisscanto /mc/ps)

Swisscanto – ein führender Asset Manager
In der Schweiz ist Swisscanto einer der führenden Anlagefondsanbieter, Vermögensverwalter und Anbieter von Lösungen der beruflichen und privaten Vorsorge. Das Gemeinschaftsunternehmen der Schweizer Kantonalbanken verwaltet Kundenvermögen von CHF 53,1 Mia. und beschäftigt 400 Mitarbeitende in Zürich, Bern, Basel, Pully, London, Frankfurt am Main und Luxemburg (Stand 31. März 2013).  Als ausgewiesener Spezialist entwickelt Swisscanto qualitativ hochstehende Anlage- und Vorsorgelösungen für private Anleger, Firmen und Institutionen. Als Fondsanbieter wird Swisscanto national und international regelmässig ausgezeichnet. Weiter ist Swisscanto für seine Vorreiterrolle bei nachhaltigen Anlagen sowie für die jährlich publizierte Studie «Schweizer Pensionskassen» bekannt.

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