Swisscanto: Nettoneugeld-Abfluss von 1,9 Mrd. CHF

Gérard Fischer

Gérard Fischer, CEO Swisscanto.

Bern – Die Swisscanto Gruppe hat im Geschäftsjahr 2010/11 (per Ende Juni) bei den verwalteten Vermögen erneut Verluste eingefahren. Durch die starke Aufwertung des Frankens sank der Wert zum Stichtag auf 54,7 Mrd CHF. Dies entspricht einem Verlust im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Mrd CHF, teilte die Fondsanbieterin der Schweizer Kantonalbanken am Mittwoch mit.

Aufgrund des zinsbedingten Rückzugs aus den Geldmarktanlagen und Umschichtungen bei Investoren wurde in den vergangenen zwölf Monaten insgesamt ein Nettoneugeldabluss von 1,9 Mrd CHF verzeichnet. Dies sind 0,7 Mrd CHF mehr als im Vorjahr. Die institutionellen Fonds hätten sich indes erneut als Zugpferd erwiesen und einen Neugeldzufluss von über 1 Mrd CHF geliefert, teilt Swisscanto mit.

Massive Abwertungen von Euro und Dollar deutlich spürbar
Das Gesamtvermögen der Anlagestiftungen entwickelte sich «weitgehend im Gleichschritt mit dem Markt», hiess es. Die massiven Abwertungen von Euro und US-Dollar und das zusätzlich rekordtiefe Zinsniveau waren auch bei der Swisscanto zu spüren. Allein der Schweizerfranken führte im Berichtsjahr zu einem wertbedingten Rückgang der verwalteten Vermögen von 3,9 Mrd CHF.

Die Unternehmensgruppe gibt sich dennoch selbstbewusst: mit einem Marktanteil von 20,7% per Mitte Juni 2011 sei man weiterhin die zweitgrösste Anlagestiftung der Eidgenossenschaft. (awp/mc/pg)

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