Swisscanto: Aktien-Kursverluste belasten Pensionskassen

Swisscanto: Aktien-Kursverluste belasten Pensionskassen
(Bild: © DOC RABE Media - Fotolia.com)

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Zürich – Die Schweizer Pensionskassen haben im zweiten Quartal 2013 eine leichte Verschlechterung der Finanzierungssituation hinnehmen müssen. Der Grund sind die im Juni erlittenen Kursverluste der Aktien und Obligationen. Zu diesem Schluss kommt Swisscanto in ihrem Pensionskassen-Monitor.

Trotzdem konnten diejenigen Kassen, die eine volle Ausfinanzierung anstreben, die geschätzten vermögensgewichteten Deckungsgrade den Berechnungen zufolge über 100% halten. Die privatrechtlichen Kassen weisen immer noch einen Deckungsgrad von über 110% aus, so Swisscanto weiter.

Deckungsgrad von 111,3 % bei privatrechtlichen Pensionskassen
Bei den erfassten privatrechtlichen Pensionskassen sank der geschätzte vermögensgewichtete Deckungsgrad gegenüber dem Vorquartal leicht um 1,7 Prozentpunkte auf 111,3%, teilt der Vorsorge-Asset-Manager am Dienstag mit. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung, bei denen der vermögensgewichtete Deckungsgrad ebenfalls um 1,7 Prozentpunkte auf 101,4% sank. Diese Kassen müssen, wie privatrechtliche Kassen, eine Schwankungsreserve aufbauen und streben auch einen Deckungsgrad von über 100% an.

Öffentlich-rechtliche Kassen: Deckungsgrad 1 % tiefer bei 75,2 %
Bei den erfassten öffentlich-rechtlichen Kassen mit Staatsgarantie ist eine Teilkapitalisierung von 80% zulässig. Bei diesen Kassen sank der vermögensgewichteten Deckungsgrad etwas weniger stark um einen Prozentpunkt auf 75,2%.

Rendite von 3,2 % im ersten Halbjahr
Die erfassten Vorsorgeeinrichtungen erzielten der Schätzung von Swisscanto zufolge im ersten Halbjahr 2013 eine vermögensgewichtete Rendite von 3,2%. Der geschätzte Anteil der privatrechtlichen Kassen in Unterdeckung liege nun bei rund 6%. Dies im Gegensatz zu den öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung, die eine Unterdeckungsquote von 44% aufweisen.

Grundlage für die aktuellen Schätzungen per 30. Juni 2013 bilden die effektiven Angaben per 31. Dezember 2012 von 343 Vorsorgeeinrichtungen mit einem Vermögen von insgesamt 481 Mio CHF. Die Schätzungen sind Hochrechnungen aufgrund der Marktentwicklungen und der von den Umfrageteilnehmern zu Beginn des Jahres 2013 gewählten Anlagestrategie. (awp/mc/pg)

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