Swissquote 2013: Umsatz steigt um 12% auf 124,9 Mio Franken

Marc Bürki
Swissquote-CEO Marc Bürki. (Foto: Swissquote)

Marc Bürki, CEO Swissquote. (Bild: Swissquote)

Gland – Die Online-Bank Swissquote hat mit dem Zukauf des Devisenhändlers MIG den Ertrag gesteigert, aber weniger Gewinn eingefahren. Der Ertrag der Bank stieg im Geschäftsjahr 2013 um 12% auf 124,9 Mio CHF. Der Übernahme habe im Schlussquartal rund 8 Mio CHF zum Gesamtertrag beigetragen, teilte Swissquote am Dienstag mit. Die Übernahme belastete aber auch mit einmaligen Integrationskosten den Reingewinn, der um 47% auf 11,7 Mio CHF sank. Damit lagen die Ergebnisse unter den Schätzungen von Analysten der Bank Helvea.

Erst im zweiten Halbjahr 2014 werde die technische Integration der Fusion vollständig vollzogen sein, hiess es. Ab dann hält Swissquote es für möglich, die Ertragsmarge von 10% der MIG Bank auf ambitionierte 25% auszubauen.

Der Erfolg aus dem Kommissionsgeschäft erhöhte sich 2013 um 14,7% auf 59,3 Mio, obwohl sich die Handelsaktivität nur um 11,6% verbesserte, wie es von Swissquote hiess. Die lediglich moderate Zunahme der Handelsaktivität auf 12,5 Transaktionen pro Kunde im Jahr stehe im Widerspruch zur positiven Marktentwicklung. Der Erfolg aus dem Zinsgeschäft sank um 11,5% auf 15,1 Mio CHF aufgrund einer vorsichtigen Zinspolitik.

Neugeldzufluss in der Höhe von 765,2 Mio Franken
2013 strömten neue Kundengelder von netto 765,2 Mio CHF zu, verglichen mit einem Netto-Neugeldzufluss von 838 Mio CHF im Vorjahr. Im November war das Management noch von einem Neugeldzufluss von etwa 800 Mio CHF für 2013 ausgegangen. Im vierten Quartal konnten die Gelder aber auf 264,7 Mio CHF von 121,0 Mio CHF im dritten Quartal mehr als verdoppelt werden.

Das Depotvermögen stieg 2013 um 17,5% und erreichte zum Jahresende mit 10,1 Mrd CHF erstmals einen zweistelligen Milliardenwert. Die Zahl der Konten stieg um 7,3% auf 216’357.

Vorsteuergewinn ohne Sonderbelastungen 8,8 % im Plus
Die im September erfolgte Übernahme der auf den Forex-Handel spezialisierten MIG Bank habe den grössten Teil ausserordentlicher Aufwendungen ausgemacht, so Swissquote. Ohne die ausserordentlichen, einmaligen Kosten sowie Rückstellungen erzielte die Online-Bank 2013 einen um 8,8% höheren Vorsteuergewinn von 29,1 Mio CHF.

Mit MIG-Zukauf in die Top 10 der Forex-Anbieter
Mit dem Zukauf erreichte das Unternehmen nach eigenen Angaben eine weltweite Position unter den zehn grössten Forex-Anbietern. Allein im vierten Quartal mit der vollständigen Fusion zum 9. Dezember ist das Forex-Handelsvolumen auf 226,3 Mrd CHF von 75,2 Mrd im dritten Quartal angestiegen. Das Gesamtjahresvolumen betrug 459,4 Mrd CHF nach 336,6 Mrd 2012. Die beiden MIG-Niederlassungen wurden umbenannt in Swissquote Ltd in London und Swissquote Asia Ltd in Hongkong. Swissquote plant das Forex-Geschäft im Ausland weiter auszubauen.

Der Generalversammlung am 7. Mai 2014 wird die Zahlung einer Dividende auf dem Vorjahresniveau von 0,60 CHF pro Aktie vorgeschlagen.

Optimistischer Ausblick
Für das laufende Jahr zeigte sich die Geschäftsführung optimistisch. Ein Ertragswachstum im laufenden Jahr von 20% werde als realistisch beurteilt, teilte das Unternehmen weiter mit. Beim Neugeldzufluss werde mit 1 Mrd CHF gerechnet und beim Forex ein Handelsvolumen von 1’000 Mrd. Im Segment ePrivate Banking soll das Depotvermögen von 33,9 Mio im vergangenen Jahr auf 100 Mio CHF steigen und die Erträge die Millionen-Grenze erreichen.

Ab 2014 will Swissquote auf eine Berichterstattung im Quartalsrhythmus verzichten und nur noch Halbjahres- sowie Ganzjahreszahlen veröffentlichen, wenn es keine besonderen Vorkommnisse gibt.(awp/mc/pg)

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