Swissquote-Jahresgewinn mehr als verdoppelt

Marc Bürki
Swissquote-CEO Marc Bürki. (Foto: Swissquote)

Gland – Die Online-Bank Swissquote hat im vergangenen Jahr ein Rekordergebnis erzielt. Trotz der aktuellen Unsicherheiten mit Blick auf den Ukraine-Krieg bleibt das Unternehmen zuversichtlich und hat seine Mittelfristziele erhöht.

Der Reingewinn fiel 2021 mit 193,1 Millionen Franken mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahr mit 91,0 Millionen. Dies sei das Ergebnis eines starken organischen Wachstums und eines diversifizierten und innovativen Produktangebots, dank dem das Unternehmen seinen technologischen Vorsprung haben nutzen können, teilte Swissquote am Donnerstag mit.

Das Unternehmen ist Profiteur der strukturellen Veränderungen durch die Corona-Pandemie und des Booms mit Kryptowährungen. Die Aktionäre sollen eine deutlich höhere Dividende von 2,20 Franken erhalten – nach 1,50 Franken je Aktie im Jahr zuvor.

Rekordhoher Neugeldzufluss
Bereits im Januar hatte Swissquote vorläufige Zahlen zum Geschäftsjahr 2021 veröffentlicht. Der Nettoertrag stieg auf 472,5 Millionen Franken (+49%), und der Vorsteuergewinn erreichte 223,3 Millionen Franken (+111%). Das Ergebnis ist auf das Kundenwachstum und den organischen Netto-Neugeldzufluss von 9,6 Milliarden Franken, einem Höchststand, zurückzuführen. Die Kundenvermögen stiegen somit auf 55,9 Milliarden Franken.

Der Nettokommissionsertrag (ohne Kryptowährungen) stieg aufgrund eines starken Wachstums der Handelskonten und einer intensiveren Handelstätigkeit um 10 Prozent auf 161,2 Millionen, wie es am Donnerstag weiter hiess. Der Nettoertrag aus Kryptoanlagen erreichte einen Stand von 102,1 Millionen nach 16,0 Millionen. Die Anlageklasse finde sowohl bei privaten als auch bei institutionellen Anlegern zunehmend Anklang.

Der Netto-eForex-Ertrag wuchs um 13 Prozent auf 121,3 Millionen. Indes ging der Nettozinsertrag wegen des Negativ- bzw. Tiefzinsumfelds um 9,9 Prozent auf 23,2 Millionen zurück. Der Handelsertrag (Währungshandel exkl. eForex, jedoch einschliesslich Aufwendungen für Kreditverluste) nahm auf 71,9 Millionen zu nach 26,8 Millionen.

Positiver Ausblick
Für das laufende Jahr gibt sich Swissquote derweil zuversichtlich. Trotz der aktuellen geopolitischen Unsicherheiten gehe man davon aus, dass sich das sehr erfolgreiche Geschäftsjahr 2021 wiederholen lasse, hiess es. Das Wachstum von Swissquote dürfte das derzeit schwierige Marktumfeld kompensieren. In den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres habe sich das starke Kundenwachstum mit 1,4 Milliarden Franken an Netto-Neugeld fortgesetzt.

Insgesamt rechnet Swissquote für 2022 mit einem Nettoertrag von 475 Millionen Franken und einem Vorsteuergewinn von 225 Millionen (jeweils +0,7%). Die neuen mittelfristige Ziele für 2025 sind für den Nettoertrag 750 Millionen und für den Vorsteuergewinn 350 Millionen.

Veränderungen im Verwaltungsrat
Derweil sind für die kommende Generalversammlung am 6. Mai zwei neue Mitglieder für den Verwaltungsrat nominiert. Zum einen soll Paolo Buzzi, einer der beiden Gründer des Unternehmens, in das Gremium gewählt werden. Dieser werde von seinem Posten als stellvertretender CEO der Geschäftsleitung zurücktreten.

Ausserdem soll Demetra Kalogerou gewählt werden. Sie verfüge über viel Erfahrung, wobei ihre zehnjährige Position als «Executive Chairwoman» der «Cyprus Securities and Exchange Commission» (CySEC) hervorzuheben sei. Martin Naville, Mitglied des Verwaltungsrats seit 2007 und Vizepräsident des Verwaltungsrats der Swissquote Bank AG seit 2019, stellt sich hingegen nicht mehr zur Wiederwahl. (awp/mc/ps)

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