Tessiner Kantonalbank hält Gewinn zum Halbjahr stabil

Tessiner Kantonalbank hält Gewinn zum Halbjahr stabil

Bellinzona – Die Tessiner Kantonalbank hat im ersten Semester 2026 den Gewinn im Wesentlichen konstant gehalten. Mit Blick auf das Gesamtjahr zeigt sich das Management der Gruppo Bancastato zuversichtlich.

Der Geschäftserfolg als Mass für das operative Ergebnis sank in den ersten sechs Monaten deutlich um 21,9 Prozent auf nur noch 49,1 Millionen Franken, wie die Bank am Donnerstag mitteilte. Unter dem Strich blieb der Reingewinn für die Periode mit 47,6 Millionen Franken jedoch in etwa stabil. Dies ist vor allem auf den Verzicht auf Rückstellungen für allgemeine Bankenrisiken zurückzuführen. Im Vorjahr wurden hier noch 13 Millionen Franken verbucht.

Der Nettoerfolg aus dem zentralen Zinsgeschäft sank derweil klar um 8,1 Prozent auf 107,4 Millionen Franken. Hier hätte sich gemäss der Bank vor allem die Nullzinspolitik der Schweizerischen Nationalbank negativ niedergeschlagen.

Klar rückläufig war auch der Erfolg aus dem Handelsgeschäft, der um fast ein Viertel einbrach. Dagegen konnte der Erfolg aus dem Geschäft mit Dienstleistungen und Kommissionen um 6,3 Prozent gesteigert werden. Insgesamt sank der Ertrag damit um 6,1 Prozent auf 152,7 Millionen. Auf historische Sicht bewege dieser sich aber immer noch auf einem «sehr guten Niveau», heisst es erklärend.

Kosten steigen wegen Investitionen
Gleichzeitig zogen auch die Kosten an. Konkret stieg der Geschäftsaufwand um 3,6 Prozent auf 96,8 Millionen Franken. Das Plus verteilte sich damit in etwa gleichmässig auf den Sach- und Personalaufwand. Die Bank begründet den Zuwachs mit Investitionen in das Wachstum und den Aufbau von Kompetenzen für die verschärften regulatorischen Anforderungen.

Die Kundenausleihungen stiegen im ersten Semester um 2,1 Prozent auf 16,0 Milliarden Franken. Die Hypothekarforderungen machten dabei 13,1 Milliarden (+1,9%) aus. Die Kundeneinlagen nahmen im Gegenzug auf 12,7 Milliarden zu, was einem Plus von 4,0 Prozent entspricht.

Bei den verwalteten Vermögen verbuchte die Bank einen Zuwachs von knapp 1 Milliarde Franken auf 25,1 Milliarden. Dabei verzeichnete das Geldhaus im ersten Semester Nettozuflüsse von Geldern in Höhe von 554,4 Millionen Franken.

Mit Blick auf das Gesamtjahr geht die Bank von einer positiven Entwicklung aus, sollte es nicht zu unvorhergesehenen Ereignissen kommen. So soll die Geschäftsentwicklung sich in der zweiten Jahreshälfte nicht wesentlich vom ersten Semester unterscheiden. (awp/mc/ps)

Gruppo Bancastato

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