UBP steigert Gewinn 2025 dank Kostenkontrolle
Genf – Die Privatbank UBP hat 2025 erfolgreich geschäftet und mehr verdient. Vor allem die verwalteten Vermögen stiegen dank Übernahmen deutlich in die Höhe.
Der Geschäftserfolg als Mass für das operative Geschäft nahm im letzten Jahr zwar um 1,1 Prozent auf 308,9 Millionen Franken ab, wie die Genfer Bank am Freitag mitteilte. Unter dem Strich resultierte aber dank effizienter Kostenkontrolle ein 4,4 Prozent höherer Reingewinn von 268,8 Millionen Franken.
Die Erträge der Bank summierten sich auf 1,51 Milliarden Franken (+12,5%). Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, das gut 56 Prozent zu den Erträgen beisteuert, legte dabei um 13 Prozent zu.
Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft, welches die zweitwichtigste Einnahmequelle ist, kletterte ebenfalls um 13 Prozent, was den letzten zwei Akquisitionen geschuldet sei. Das kleine Handelsgeschäft wuchs um 12 Prozent.
Kosten nehmen stärker zu
Gleichzeitig stieg der Geschäftsaufwand mit plus 15,7 Prozent stärker als die Erträge, was den leicht rückläufigen Geschäftserfolg erklärt. Der Anstieg gehe unter anderem auf ausserordentliche Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit einer Übernahme zurück.
Zu Buche geschlagen hätten auch Investitionen in den personellen Ausbau im Compliance sowie IT-Entwicklungen und die KI-Integration. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis verschlechterte sich der Folge leicht auf 69,6 von 67,7 Prozent.
Übernahmen treiben Vermögen
Die verwalteten Vermögen legten derweil um fast 20 Prozent auf 184,5 Milliarden Franken zu. Der Zuwachs sei in erster Linie der Übernahme des Private-Banking-Geschäfts von Societe Generale in der Schweiz und Grossbritannien zuzuschreiben.
Der Netto-Neugeldzufluss der Privatkunden betrug laut den Angaben 2,7 Milliarden. Der Effekt der positiven Finanzmärkte sei derweil von den negativen Wechselkurseffekten auf den Schweizer Franken aufgezehrt worden.
Die Kernkapitalquote (Tier 1) sank nach Abschluss der Übernahmen vergleichsweise deutlich auf 23,1 Prozent, nach 28,9 Prozent im Vorjahr. Sie liege aber weiterhin sehr deutlich über den Vorgaben, betonte die Bank. (awp/mc/pg)