UBS führt Negativzinsen für Grosskunden ein

UBS Bahnhofstrasse
(Foto: UBS)

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Zürich – Auch die Grossbank UBS führt nun Negativzinsen für Grosskunden ein. Die Bank sehe sich veranlasst, eine individuelle Guthabengebühr für grosse Kontobestände von Firmen und Institutionellen Kunden beziehungsweise juristischen Personen einzuführen, teilte das Unternehmen mit. Dies aufgrund der ausserordentlichen Marktbedingungen – der Einführung von Negativzinsen auf Giroguthaben bei der SNB – in Kombination mit verschärften regulatorischen Vorschriften in Bezug auf die Liquiditätshaltungspflicht von Banken, hiess es.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte im Dezember die Einführung von Negativzinsen beschlossen; nach der Aufhebung der Kursuntergrenze für den EUR/CHF-Wechselkurs von 1,20 CHF Mitte Januar waren sie noch auf -0,75% erhöht worden. Seit dem 22. Januar 2015 gelten die Negativzinsen.

Information der Kunden in dieser Woche
Die entsprechenden Kunden der UBS würden ab dieser Woche detailliert über die Einführung der Gebühr schriftlich im Voraus in Kenntnis gesetzt, so eine Sprecherin zu AWP. Die Konditionen würden dann zehn Kalendertage ab Datum des Kundenschreibens gelten.

Die UBS ist die vierte Bank, welche ankündigt, die Negativzinsen an Kunden weiterzugeben. Die Credit Suisse, die ZKB sowie die Genfer Privatbank Lombard Odier hatten bereits den Entschluss bekanntgegeben, Negativzinsen für Grosskunden einzuführen. (awp/mc/pg)

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