UBS muss in den USA wegen Anschuldigungen zu CDO-Vertrieb erneut vor Gericht

Sergio Ermotti
UBS-CEO Sergio Ermotti. (Foto: UBS)

UBS-CEO Sergio Ermotti. (Foto: UBS)

New York / Zürich – Die UBS muss sich in den USA nun doch in einem weiteren Fall gegen Täuschungsvorwürfe beim Vertrieb von sogenannten Collateralized Debt Obligations (CDO) verteidigen. Ein New Yorker Appelationsgericht hat laut Meldungen von diversen Nachrichtenagenturen am Dienstag entschieden, dass eine Klage der US-Investmentgesellschaft Loreley Financing aus früheren Jahren behandelt werden muss.

Loreley Financing hatte bereits in den Jahren 2011 und 2012 gegen die UBS und weitere Banken wegen falschen Informationen beim Vertrieb von CDO’s geklagt. Die Papiere, die Residential Mortgage-backed Securities (RMBS) und Credit Default Swaps (CDS) beinhalteten, wurden in den Jahren 2006 und 2007 verkauft und bescherten Loreley im Zuge der Finanzkrise Verluste – diese sollen sich im Fall der von der UBS vertriebenen Papiere auf 331 Mio USD belaufen.

Vorwurf: «Massive Wette» auf den Häusermarkt
Ein Gericht in New York wies dann im April 2013 die Klage gegen die UBS zurück, mit der Begründung, die Verluste seien aus einer «massiven Wette» auf den Häusermarkt entstanden. Nun hat das Appelationsgericht aber entscheiden, dass die Klage doch vor Gericht behandelt werden muss. Es bezieht sich dabei auf ein Urteil vom vergangenen Mai in einem ähnlichen Fall mit der Citigroup zu Papieren im Wert von gegen 1 Mrd USD.

Die UBS hat eine Email-Anfrage der Nachrichtenagentur AWP in diesem Zusammenhang nicht sofort beantwortet. (awp/mc/upd/ps)

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