UBS will «Ramsch-Papiere» im Wert von 1,5 Mrd USD verkaufen

Sergio Ermotti

UBS-CEO Sergio Ermotti.

Zürich – Die Grossbank UBS will «Ramschpapiere» mit einem Nominalwert von 1,5 Mrd USD verkaufen. Interessenten für die CDO (Collateralized Debt Obligation) unter dem Namen «Wave» können ihr Angebot laut Medienberichten bis am (heutigen) Mittwoch einreichen. Der Verkauf steht offenbar im Zusammenhang mit dem Abbau der «Legacy Assets» durch die Grossbank, wie im Umfeld der UBS zu erfahren war.

Die im Jahr 2007 geschaffenen CDO (Collateralized Debt Obligation) beinhalten Hypotheken auf gewerbliche Immobilien wie Wolkenkratzer, Einkaufszentren und Hotels, wie es in Berichten der Nachrichtenagentur Bloomberg und der «Financial Times» heisst. Die Ratingagentur Moody’s habe einige der Wertpapiere kürzlich mit dem Ramschstatus «Caa1» bewertet. Sollten die Schulden vollumfänglich bedient werden, würde sich die Rendite gemäss Analysten-Schätzungen auf 10 bis 20% belaufen.

Abbau der «Legacy»-Positionen  bis Ende 2012 af 45 Mrd CHF
Die UBS hatte anlässlich des Quartalsergebnisses mitgeteilt, ihre risikobehafteten «Legacy»-Positionen bis Ende des Jahres auf einen Betrag von 45 Mrd CHF abbauen zu wollen. Im ersten Quartal 2012 hatte die Grossbank die «Legacy Assets» von 62 auf 59 Mrd reduziert.

In den vergangenen Monaten hatte bereits die US-Notenbank Hypothekenpapiere in Milliardenhöhe auf dem Markt verkauft, die sie 2008 bei der Rettung des Versicherers AIG übernommen hatte. Zu den Käufern hatte damals die Credit Suisse gehört, die im Januar Wertpapiere für 7 Mrd USD und im März für weitere 6,8 Mrd USD erworben hatte. Gemäss Agenturberichten hatte der Preis beim letzten Kauf rund die Hälfte des Nominalwerts betragen. (awp/mc/ps)

 

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