US-Regierung weist Zweifel an Bonität zurück

Timothy Geithner

US-Finanzminister Toimthy Geithner.

Washington – Die US-Regierung weist die Zweifel der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) an der Kreditwürdigkeit der Vereinigten Staaten zurück. Präsident Barack Obama habe einen Weg im Kampf gegen die Staatsschulden aufgezeigt, teilte das Finanzministerium mit. Republikaner und Demokraten sähen die Notwendigkeit zur Schuldenbekämpfung ein.

Die US-Wirtschaft werde nach der schweren Krise stärker. Die negative Einschätzung der Agentur «unterschätzt die Fähigkeit der politischen Führer Amerikas, zusammenzukommen, um die schwierigen fiskalischen Herausforderungen anzugehen, denen die Nation gegenübersteht», meinte die Abteilungsleiterin für die Finanzmärkte, Mary Miller. «Beide politischen Parteien stimmen überein, dass es Zeit ist, das Defizit im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung zu verringern.»

Bislang undenkbarer Warnschuss

Nur Stunden zuvor hatte S&P einen bisher undenkbaren Warnschuss abgegeben. Zwar werde sie die Bonität der USA weiterhin mit der Bestnote «AAA» bewerten. Allerdings senkte sie den Ausblick für die langfristige Beurteilung von «stabil» auf «negativ». Damit droht in den kommenden zwei Jahren eine Herabstufung – laut Mitteilung mit einer Wahrscheinlichkeit von 33 Prozent. Weltweit brachen die Aktienkurse ein, der Goldpreis stieg deutlich. (awp/mc/ps)

US-Finanzministerium

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