Visa steigert Gewinn um 24 Prozent

Joseph Saunders

Visa-CEO Joseph Saunders.

San Francisco – Die ungebremste Kauflust der Menschen füllt dem Kreditkartenanbieter Visa weiterhin die Kasse. Im zweiten Geschäftsquartal, das im März endete, stieg der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24 Prozent auf unterm Strich 881 Millionen Dollar. Seine Aktionäre lasst Visa mit einem neuen, 1 Milliarde Dollar schweren Aktienrückkauf am Erfolg teilhaben.

Mit seinen Zahlen vom Donnerstag übertraf Visa die Erwartungen der Analysten. Und dennoch fiel die Aktie nachbörslich um 1 Prozent. Die Anleger hatten insgeheim wohl mehr von Visa erwartet. Bereits die beiden grossen Rivalen Mastercard und American Express hatten über gut laufende Geschäfte berichtet und satt verdient. Visa ist die Nummer eins der Branche und konnte die Erwartungen zuletzt immer wieder deutlich übertreffen. Sowohl Visa als auch Mastercard verleihen das Geld aber nicht selbst, sondern übernehmen nur die Abwicklung der Zahlungen und kassieren dafür Gebühren. Das Risiko unbezahlter Kartenschulden tragen die Partner – das sind zumeist Banken, aber auch Fluggesellschaften oder Autoverleiher.

Umsatz um 13 Prozent gesteigert
American Express als dritte grosse Kreditkartenfirma gewährt den Kunden dagegen auch den eigentlichen Kredit. In guten Zeiten sorgt das für satte Zinseinnahmen, in der Krise musste American Express seinem Geld hinterherlaufen. Jetzt sind die Zeiten gut und American Express verdiente im Quartal satte 1,2 Milliarden Dollar. Mastercard war auf 562 Millionen Dollar gekommen. Insgesamt flossen 861 Milliarden Dollar durch die Hände von Visa, ein Zuwachs von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damals hatte noch die Wirtschaftskrise auf die Kauflust der Verbraucher und Firmen gedrückt. Die Erträge bei Visa stiegen um 15 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar. Ein derart starkes Wachstum wünscht sich Firmenchef Joseph Saunders auch fürs Gesamtjahr.  (awp/mc/upd/ps)

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