Vontobel hält an Eigentümerstruktur und Geschäftsmodell fest

Zeno Staub
Vontobel-CEO Zeno Staub. (Foto: Vontobel)

Vontobel-CEO Zeno Staub. (Foto: Vontobel)

Zürich – Die Bank Vontobel kann auch nach dem Ableben von Hans Vontobel, Ehrenpräsident und Hauptaktionär, auf das langfristige Engagement der Aktionärsfamilie zählen. Weder an der Eigentümerstruktur noch am Geschäftsmodell des Instituts solle sich etwas ändern, sagte Unternehmenssprecher Peter Dietlmaier am Dienstag zu AWP und bestätigte damit einen Bericht der NZZ. Am Sonntag war der ehemalige Leiter des gleichnamigen Zürcher Bankhauses im Alter von 99 Jahren verstorben.

«Unsere Familien stehen auch in Zukunft fest zu unserem Unternehmen und unserem Engagement als Familienaktionäre», schrieb sein Sohn Hans-Dieter Vontobel daraufhin am Montag, wie aus einem Auszug einer internen Mitteilung hervorgeht, welcher AWP vorliegt. Er versichere den Mitarbeitern, die Familien Vontobel seien sich seiner Werte und des grossen unternehmerischen Erbes bewusst, so der ehemalige VRP mit Blick auf Hans Vontobel. Die Bank sieht sich laut dem Medienbericht zudem weiterhin als Premium-Anbieter im Private Banking, Asset Management und Investment Banking, wobei nach wie vor Klasse und nicht Masse den Unterschied zur Konkurrenz ausmachen soll.

Vierte Vontobel-Generation rückt in VR vor
Weiter verwies Dietlmaier am Dienstag darauf, dass bereits im Dezember die Wahl von Vertretern der vierten Generation der Familien Vontobel und de la Cour in den Verwaltungsrat angekündigt wurde. An der nächsten Generalversammlung im April sollen Maja Baumann und Björn Wettergren als Vertreter der Hauptaktionäre ins Gremium gewählt werden. Die Bereitschaft zur Übernahme der Mandate unterstreiche die «enge Bindung der Familien zum Unternehmen», hiess es damals.

Er sei «glücklich über das Engagement» von Vertretern der nächsten Generation im obersten Führungsgremium, liess sich zudem Hans Vontobel zitieren. Dieser Schritt sei entscheidend, «wenn Vontobel ein Familienunternehmen bleiben will». Hans Vontobel trat 1943 in die damalige Bank J. Vontobel & Co. ein, die sich unter seiner Leitung zu einem international tätigen Vermögensverwalter entwickelte.

Durch die starken Ankeraktionäre bleibe die unternehmerische Freiheit gegeben, so Vontobel-Sprecher Dietlmaier. Die zum Kreis der Familie zählenden Aktionäre, die Aktionärsgruppe Vontobel, hält eine Beteiligung von 62,78%, wie aus einer Publikation auf der Internetseite der SIX am Dienstag hervorgeht. Hans Vontobel hielt als gewichtigster Einzelaktionär laut NZZ zuletzt ein Paket von 20,7%. (awp/mc/ps)

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