VP Bank: Erholung im Finanzsektor dürfte sich fortsetzen

Dr. Jürg Zeuner

Dr. Jörg Zeuner, Chefökonom der VP Bank.

Vaduz – «Der zweite dreijährige Tender der Europäischen Zentralbank (EZB) sorgte für eine erneute starke Nachfrage: Die Banken des Eurosystems deckten sich mit 529,5 Milliarden Euro ein. Die Liquiditätssituation im Bankensektor ist damit vorerst mehr als ausreichend.»

Analyse von Dr. Jörg Zeuner, Chefökonom der VP Bank

«Die bereits in den vergangenen Wochen erkennbare Erholung im Finanzsektor dürfte sich damit fortsetzen. Die strukturellen Schwächen der Banken bleiben allerdings bestehen. Für die auf die Kapitalmärkte angewiesenen großen Kreditinstitute nimmt die größte Not allerdings signifikant ab: Die Refinanzierung fälliger Anleihen dürfte in den kommenden Monaten weitgehend gesichert sein. Ob die Kapitalzufuhr in der Realwirtschaft ankommt, bleibt allerdings sehr fraglich.

Auf der Verliererseite könnte allerdings erneut der Euro stehen. Der aktuelle und der dreijährige Tender aus dem Dezember wirken letztlich wie eine quantitative geldpolitische Lockerung, die auf der Gemeinschaftswährung lastet. Die geldpolitischen Hilfen der EZB und die Beschlüsse der europäischen Regierungschefs tragen aber in Trippelschritten zu einer weiteren Entspannung der Situation bei.»

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