Weltweites Vermögen steigt laut CS-Studie

Dagobert Duck

Zürich – Die weltweiten Vermögen sind in den letzten 12 Monaten trotz schwierigem Wirtschaftsumfeld weiter gewachsen. Per Mitte des Jahres betrug das gesamte weltweite Vermögen der privaten Haushalte 263 Bio USD, was einem Anstieg um 8,3% entspricht, wie die Credit Suisse in ihrem am Dienstag veröffentlichten „Global Wealth Report“ schreibt. Das entspricht 56’000 USD pro Erwachsenem.

Das höchste Durchschnittsvermögen weist weiterhin mit beträchtlichem Abstand die Schweiz aus mit 581’000 USD pro Erwachsenen (+10,5%). Auf den Plätzen zwei und drei folgen Australien (431’000 USD) und Norwegen (359’000 USD). Seit der Jahrhundertwende sei das Durchschnittsvermögen in der Schweiz um mehr als das Zweieinhalbfache gestiegen. Der grösste Teil des Vermögenszuwachses seit 2000 sei allerdings auf die Aufwertung des Frankens gegenüber dem USD zurückzuführen, so die CS.

Gleichzeitig habe in der Schweiz im Unterschied zu anderen Industrieländern die Vermögensungleichheit in den letzten hundert Jahren kaum abgenommen. Unter den Industrieländern weise die Schweiz die höchste Vermögensungleichheit auf, stellen die Ökonomen der Grossbank fest.

Schwellenländer langsamer
Generell haben die Vermögen in Nordamerika und in Asien innert Jahresfrist mit einem Plus von je rund 11% am schnellsten zugenommen. Die Schwellenländer hätten wegen niedrigerer Preise von Vermögenswerten und Währungsdruck bei der Entwicklung nicht Schritt halten können. In der Region Asien-Pazifik stiegen die Vermögen um 3,4% und in Afrika um 6,3%, während sie in Lateinamerika 0,1% zurückgingen.

Insgesamt zählen die CS-Ökonomen weltweit 34,8 Mio Millionäre – seit dem Jahr 2000 sei diese Zahl um mehr als 164% angestiegen. Zur Kategorie der „äusserst vermögenden Personen“ (Ultra High Net Worth Individuals, UHNWI) mit Vermögen über 50 Mio USD zählen weltweit noch 128’000 Personen. Von diesen leben knapp 63’000 oder 49% in den USA, in der Schweiz dagegen insgesamt 2’434, das sind 1,9% der weltweiten „Schwerreichen“.

Weiteres schnelles Wachstum
Für die kommenden fünf Jahre erwartet die CS, dass das weltweite Gesamtvermögen der privaten Haushalte nominal um 40% anwachsen und damit 369 Bio USD erreichen wird. Das Durchschnittsvermögen dürfte damit von heute 56’000 USD auf 74’000 USD steigen. Der Anteil der Schwellenländer an den weltweiten Vermögen werde dann auf 21% steigen, wobei knapp 10% (heute 8%) des weltweiten Vermögens allein auf China entfallen dürften. (awp/mc/ps)

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