Weniger Angst um Kredite: Bank of America verdient mehr als erwartet

Brian Moynihan
Brian Moynihan, CEO der Bank of America. (Foto: BoA)

Charlotte – Gesunkene Sorgen wegen möglicher Kreditausfälle haben der Bank of America im zweiten Quartal ein überraschend hohes Gewinnplus eingebracht. So löste das Geldhaus einen weiteren Teil der Rückstellungen für gefährdete Kredite auf, die es im Vorjahr wegen der Folgen der Corona-Krise gebildet hatte. Der Quartalsgewinn fiel mit 9,2 Milliarden US-Dollar (7,8 Mrd Euro) mehr als zweieinhalb Mal so hoch aus wie ein Jahr zuvor, wie die Bank am Mittwoch in Charlotte (US-Bundesstaat North Carolina) mitteilte. Damit übertraf sie klar die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten.

Allein im zweiten Quartal 2020 hatte die Bank 5,1 Milliarden Dollar in die Risikovorsorge für gefährdete Kredite gesteckt, was den Gewinn damals auf 3,5 Milliarden Dollar drückte. Anfang 2021 hatte sie bereits einen Teil dieser Rückstellungen aufgelöst. Im zweiten Jahresviertel trieb ein positiver Steuereffekt in Höhe von zwei Milliarden Dollar das Ergebnis zusätzlich nach oben.

Bei den Erträgen – also den gesamten Einnahmen – musste die Bank of America hingegen einen Rückgang um vier Prozent auf 21,5 Milliarden Dollar hinnehmen. Der Zinsüberschuss sackte infolge der Niedrigzinsen sogar um sechs Prozent ab. (awp/mc/ps)

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