«You like?» – Facebook ist da!

Mark Zuckerberg

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.

Von Christian König, Public Distribution, Commerzbank Zürich

«Like», zu Deutsch «Gefällt mir», steht sinnbildlich für den rasanten Aufstieg von Facebook.  Mit dem Initial Public Offering (IPO) an der US-Technologiebörse Nasdaq nahm die Entwicklung des grössten Sozialen Netzwerks der Welt am vergangenen Freitag ihren vorläufigen Höhepunkt.

Seit Wochen hält die Wall Street kein anderes Thema so sehr in Atem, wie das IPO von Facebook. Den Gründer der Plattform, Mark Zuckerberg, liess der Rummel scheinbar kalt. Als er im noblen Hotel Sheraton in New York die Roadshow eröffnete und sein Unternehmen vor Investoren präsentierte, trat der 28-Jährige nicht mit Anzug und Krawatte auf. Wie immer trug Zuckerberg Jeans, Kapuzenpulli und Turnschuhe. Das Outfit ist nicht die einzige Parallele zum im vergangenen Jahr verstorbenen Apple-Chef Steve Jobs. Wie sein grosses Vorbild setzt der Facebook-CEO voll auf Emotionen. Zuckerberg sieht sich auf einer sozialen Mission mit folgendem Ziel: «Wir möchten die Welt offener und verbundener machen.» Egal, ob man ihm dieses Credo abnimmt oder nicht, in den vergangenen Jahren nahm die Plattform eine beindruckende Entwicklung. 2004 startet Facebook als kleines Projekt an der Universität Harvard. Heute zählt das Netzwerk rund um den Globus mehr als 900 Millionen aktive Nutzer, die pro Tag 300 Millionen Bilder hoch laden und 3,2 Milliarden Kommentare respektive «Likes» abgeben. Ein gigantischer Fundus für Unternehmen, die gezielt Werbung betreiben möchten oder Facebook nutzen, um eigene Applikationen zu verbreiten.

Zu Wachstum quasi verdammt
Das Geschäftsmodell trägt Früchte. Während der Umsatz 2007 gerade einmal bei 153 Millionen US-Dollar lag, erwirtschaftete das Unternehmen im vergangenen Jahr bereits 3,7 Milliarden Dollar. Davon entfielen 85 Prozent auf Werbeeinnahmen. Beim Nettogewinn verbuchte Facebook allein in 2012 ein Wachstum von knapp zwei Dritteln und knackte damit die Marke von einer Milliarde Dollar. Ausruhen kann sich Zuckerberg auf diesen Zahlen nicht. Vielmehr ist er angesichts des beim IPO erreichten Börsenwerts von mehr als 100 Milliarden US-Dollar quasi dazu verdammt, weiter zu wachsen. Zuletzt stockte die «Gelddruckmaschine» etwas. Obwohl der Umsatz im ersten Quartal gegenüber der Vorjahrsperiode um mehr als 40 Prozent zulegte, fiel das Ergebnis von 233 auf 205 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen führte den Rückgang auf saisonale Einflüsse zurück. Gleichzeitig argumentierte Facebook damit, dass sich derzeit in Regionen, in denen die Erlöse je Nutzer vergleichsweise niedrig ausfallen, besonders viele Menschen anmelden. In der Tat kam das Wachstum vor allem aus Schwellenländern. Beispielsweise eröffneten allein in Brasilien und Indien im ersten Quartal nahezu 100 Millionen Menschen einen Zugang. Mittelfristig könnte sich dieser Trend auszahlen, da die Emerging Markets in punkto Wohlstand und Konsumverhalten immer mehr zu den westlichen Industrienationen aufholen. Zuckerberg jedenfalls sieht seine Mission längst nicht erfüllt. Laut Zahlen des Marktforschers IDC gibt es rund um den Globus mehr als zwei Milliarden Internetnutzer. «Wir möchten sie alle anbinden», schreibt Facebook im Börsenprospekt.

Interessantes zu Facebook
Alles was Sie über Facebook wissen müssen finden Sie hier. Ein interessantes Video zu Facebook finden Sie hier.

In Anlehnung an die wohl wichtigste Funktion der Plattform ist Facebook ab sofort auch im Schweizer Markt für strukturierte Produkte handelbar. Die Commerzbank hat unter anderem ein Faktor-Zertifikat auf den Debütanten lanciert, dessen Börsensymbol «ILIKE» lautet. Das Derivat bietet Anlegern die Möglichkeit, ohne Laufzeitbegrenzung und mit einem konstanten Hebel von drei auf steigende Kurse zu setzen.

Das Produkt ermöglicht eine Investition auf täglicher Basis mit einem konstanten Hebel von drei. Gleichzeitig ist die Laufzeit unbegrenzt und die Volatilität der Facebook-Aktie nimmt keinen Einfluss auf den Preis des Zertifikats. Alternativ ist eine Positionierung mit Hilfe klassischer Warrants möglich. Die Commerzbank handelt ab sofort an der SIX zehn Call-Optionsscheine auf Facebook. Deren Basispreise bewegen sich zwischen 35 und 80 US-Dollar. Bei den Laufzeiten reicht das Spektrum von sieben Monaten bis zu gut einem Jahr.

Zu den Produkten geht es hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.