Yova Impact Investing: 4 Tipps zum Risikomanagement bei Aktieninvestitionen

Yova Impact Investing: 4 Tipps zum Risikomanagement bei Aktieninvestitionen
von Tillmann Lang, Gründer und Geschäftsführer von Yova. (Foto: Yova)

Zürich – In turbulenten Zeiten wie diesen stellt sich die Frage, ob sich Investitionen am Aktienmarkt überhaupt noch lohnen. Grundsätzlich lassen sich Risiken bei Aktieninvestitionen nie ganz ausschliessen. Jedoch gibt es einige relativ simple Massnahmen, um diese Risiken tief zu halten und trotz schwankender Aktienkurse möglichst sicher zu investieren.

Tipp 1: Nicht alles auf eine Karte setzen
Eine wichtige Massnahme ist die Diversifizierung. Das heisst, dass die Geldanlage – und somit auch das Risiko – statt auf einige wenige Aktien gezielt über 30-40 Titel verteilt und damit über verschiedene Unternehmen, Märkte, Branchen, Länder, Unternehmensgrössen und Währungen hinweg gestreut wird. Dadurch wird verhindert, dass das gesamte Vermögen verloren geht, sobald ein Segment drastische Einbrüche verzeichnet.
In Expertenkreisen wird dafür die Portfolio-Theorie als Ansatz genutzt, die besagt, dass für jedes Finanzprofil ein passendes Portfolio existiert, das die zu erwartenden Erträge für ein gegebenes Risikoprofil maximiert.

Tipp 2: Was lange währt wird endlich gut
So gross die Versuchung auch sein mag, sollte nicht auf Methoden gesetzt werden, die schnelle Gewinne versprechen. Dabei handelt es sich meist um Casino-Kapitalismus, der mit hohen Risiken verbunden ist. Der Aktienmarkt unterliegt Schwankungen und das Blatt kann sich jederzeit wenden. Investitionen mit langfristigem Horizont erlauben es, Krisen möglichst unbeschadet zu überstehen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass der Aktienmarkt sich jeweils innert weniger Jahre vollständig von Krisen erholte und Erträge gar maximiert werden konnten. Somit lohnt es sich, Geld langfristig anzulegen und allfällige Tiefpunkte geduldig auszusitzen.

Tipp 3: Der frühe Vogel fängt den Wurm
Je früher mit Investieren begonnen wird, desto höher fällt die erwartete Rendite aus. Dafür sorgt der Zinseszinseffekt. Dieser entsteht dadurch, dass das angelegte Geld durch seinen Gewinn quasi „verzinst“ wird. Jene Zinsen werden wiederum verzinst, und auf diese Zinsen erhält man abermals Zinsen, usw. Daraus ergibt sich ein mächtiger Schneeballeffekt, der mit beachtlichen Gewinnen einhergeht.
Ein frühzeitiger Beginn lohnt sich also auf jeden Fall, auch wenn mit kleinen Beträgen angefangen wird. Denn auch bei niedrigem Startkapital kommt der Zinseszinseffekt zum Tragen.

Tipp 4: Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen
Aktieninvestitionen haben immer globale Auswirkungen, da direkt in Unternehmen investiert wird und diese einen ganz entscheidenden Einfluss auf die Welt haben. Diesen Einfluss macht sich das Impact Investing zunutze. Dabei wird in Unternehmen investiert, deren Wirkung (auf Englisch „Impact“, daher der Name Impact Investing) den eigenen Wertvorstellungen entspricht. Aus reiner Kapitalvermehrung wird nachhaltiges Engagement und umgekehrt – davon profitieren der Mensch, die Umwelt und das eigene Portemonnaie.
Die Forschung zeigt, dass Unternehmen, die fest auf Nachhaltigkeit setzen, langfristig nicht schlechter, wenn nicht gar besser performen. Zudem können mit einer nachhaltigen Investitionsstrategie gestrandete Vermögenswerte – einst wertvolle Investitionen, die aufgrund neuer Bestimmungen, sich ändernder Umweltfaktoren oder umweltfreundlicherer Präferenzen wertlos geworden sind – vermieden werden. Da die Nachfrage nach umweltfreundlichen Technologien und Produkten kontinuierlich steigt, werden nachhaltige Geldanlagen immer rentabler.

Der langen Rede kurzer Sinn
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Risiken bei Investitionen am Aktienmarkt nie gänzlich ausgeschlossen werden können. Mit dem richtigen Ansatz können Risiken und Gewinnaussichten aber balanciert werden. Damit wird der Aktienmarkt zum lohnenswerten Vehikel eines langfristigen Vermögenswachstums. (Yova/mc)

Autorenprofil
Dr. Tillmann Lang, Mitgründer und CEO von Yova Impact Investing
Seit vielen Jahren beschäftigt sich Tillmann mit der Frage, wie man die Welt nachhaltiger gestalten kann – und welche Rolle die Finanzen bei diesem Übergang spielen. Vor der Gründung von Yova arbeitete Tillmann mehr als 6 Jahre lang bei der Strategieberatung McKinsey & Company. Zudem war Tillmann CFO von Benefiit, einem Netzwerk von Impact-Investoren, und ist Gründungsdirektor des Sustainability-in-Business-Lab der ETH Zürich. Er promovierte an der ETH Zürich und studierte Mathematik und Informatik an den Universitäten Heidelberg und Santiago de Chile. Seine Freizeit verbringt Tillmann mit seiner Familie beim Skifahren, Mountainbiken und anderen Outdoor-Aktivitäten.

Yova Impact Investing

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