ZKB ebenfalls im Visier der US-Justiz

Jörg Müller-Ganz

ZKB-Bankratspräsident Jörg Müller-Ganz.

Zürich – Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) ist ebenfalls ins Visier der US-Justiz geraten. Die Bank ist von der Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma) über die Untersuchung der US-Behörden gegen sie informiert worden, wie ZKB-Sprecher Igor Moser entsprechende Berichte in der «Neuen Zürcher Zeitung» sowie im «Tagesanzeiger» bestätigte. Ein solcher Informationsweg sei nicht aussergewöhnlich.

Noch vor zwei Wochen hatte sich der neue Bankratspräsident Jörg Müller-Ganz in einem Presseinterview davon überzeugt gezeigt, dass die ZKB nicht Gegenstand einer Untersuchung der US-Justiz sei. Die Bank hatte zudem schon früher mitgeteilt, dass sie sich bereits 2009 aus dem US-Geschäft zurückgezogen habe.

Der Name der ZKB war allerdings offenbar bereits im Zusammenhang mit dem im September ausgelaufenen Offenlegungsprogramm (Voluntary Disclosure Program) der US-Steuerbehörden genannt worden, dies im Zusammenhang mit einem externen Vermögensverwalter, wie der ZKB-Sprecher bestätigte.

Debatte im Nationalrat
Wegen den US-Ermittlungen gegen die Credit Suisse debattiert der Ständerat am Mittwoch eine Ergänzung des Doppelbesteuerungsabkommens mit den USA, in dem es um die Interpretation der Amtshilfe bei Steuerhinterziehung geht. Neben der CS sind auch weitere Banken von Ermittlungen der US-Behörden betroffen, darunter laut diversen Medienberichten die Bank Julius Bär, Wegelin, die Neue Zürcher Bank (NZB) sowie die Basler Kantonalbank. (awp/mc/pg)

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