ZKB: Private-Banking-Strategie wird angepasst

Martin Scholl
ZKB-CEO Martin Scholl. (Bild: ZKB)

ZKB-CEO Martin Scholl. (Bild: ZKB)

Zürich – Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) plant eine Anpassung ihrer Strategie im Private Banking. In diesem Zusammenhang werde sich das Staatsinstitut im grenzüberschreitenden Geschäft aus einer Vielzahl von Märkten zurückziehen, berichtet die „SonntagsZeitung“ (SoZ). Konkret bedeute dies, dass nicht mehr jeder ein Konto bei der ZKB eröffnen könne, sondern nur noch, wer in einer begrenzten Zahl von Ländern wohne. Vor allem für Einwohner von kleineren Staaten in Afrika, Lateinamerika und Asien habe dies zur Folge, dass sie ihr Konto schliessen müssten. ZKB Vize-Chef und Leiter Privatkundengeschäft Christoph Weber werde den Strategiewechsel anlässlich der Bilanzmedienkonferenz am kommenden Freitag bekannt machen, so die SoZ.

Zudem würden für ausländische Kunden Mindestgrenzen eingeführt. Diese dürften im Fall der ZKB bei einer Million oder allenfalls etwas darunter liegen, spekuliert die Zeitung. Grund für den teilweisen Rückzug sei wie beispielsweise auch bei der CS die zunehmende Komplexität der internationalen Vorschriften und die zunehmenden Risiken.

„Wake-up-letter“
Im Geschäft mit europäischen Kunden arbeite die ZKB mit Hochdruck an der Steuerkonformität ihrer Kunden. Wer nicht nachweisen konnte, dass sein Geld versteuert ist, habe von der ZKB einen „Wake-up-letter“ erhalten, so die SoZ weiter. Darin sei der Kunde aufgefordert worden, seine Steuerehrlichkeit zu beweisen. Wer das nicht mache, erhalte einen zweiten Brief, in dem er aufgefordert werde, das Konto zu saldieren. (awp/mc/ps)

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