Abschreibungen belasten Merck-Gewinn

Karl-Ludwig Kley

Karl-Ludwig Kley, Vorstandschef Merck KGaA.

Darmstadt- Der vor einem mehrjährigen Spar- und Umbauprogramm stehende Pharma- und Chemiekonzern Merck hat das abgelaufene Geschäftsjahr wegen hoher Abschreibungen mit einem Gewinnrückgang abgeschlossen. Der Überschuss nach Minderheiten fiel um 2,3 Prozent auf 617,5 Millionen Euro, teilte die im Leitindex Dax notierte Merck KGaA am Dienstag mit.

Das operative Ergebnis sank wegen Abschreibungen auf den US-Laborausrüster Millipore und das Pharmageschäft um rund 12 Prozent auf 985,1 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt mit 1,1 Milliarden gerechnet. Beim Umsatz profitierte Merck von der breiten Aufstellung mit Chemie und Pharma und steigerte den Erlös um rund 11 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro.

Weiterer Umsatzanstieg erwartet
2012 und 2013 stellte Unternehmenschef Karl-Ludwig Kley einen weiteren Umsatzanstieg in Aussicht. Das EBITDA vor Sondereinflüssen soll 2012 leicht steigen und sich im Jahr 2013 erneut verbessern. Die Aktionäre sollen eine erhöhte Dividende erhalten. Für 2011 werden der Hauptversammlung 1,50 Euro vorgeschlagen – ein Plus von 20 Prozent. (awp/mc/ps)

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