Airbus sieht bis 2030 Bedarf für fast 28’000 Flugzeuge

Tom Enders

Airbus-CEO Tom Enders.

London – Der internationale Luftverkehr wird in den kommenden 20 Jahren nach Einschätzung des Flugzeugbauers Airbus stark wachsen und 27.800 neue Passagiermaschinen brauchen. Mehr als ein Drittel der Nachfrage werde aus Asien kommen, teilte Airbus am Montag bei der Veröffentlichung seiner Langzeitprognose in London mit. Das sind 7,5 Prozent mehr, als zuletzt für die Zeit von 2010 bis 2029 in Aussicht gestellt. Die EADS-Tochter Airbus hält derzeit rund 50 Prozent am Gesamtmarkt, Hauptkonkurrent ist der US-Konzern Boeing.

Den Wert des geschätzten Flottenzuwachses in den Jahren 2011 bis 2030 gab Airbus mit 3,5 Billionen US-Dollar an. «Der Luftverkehrssektor ist ein wesentlicher Faktor für die heutige Weltwirtschaft, weil mehr Menschen als je zuvor fliegen müssen und fliegen wollen», sagte Airbus-Verkaufschef John Leahy. Mit 19.200 Maschinen dürfte der Grossteil der neuen Maschinen der Prognose zufolge auf Mittelstrecken-Modelle mit einem Mittelgang entfallen. Hier kämpfen Airbus mit der A320-Familie und Boeing mit der 737 um Marktanteile. Beide Modellfamilien sollen in einigen Jahren mit neuen Triebwerken und geringerem Spritverbrauch ausgeliefert werden.

Trend zu grossen, treibstoffeffizienten Jets

Der Trend gehe eindeutig zu grossen, treibstoffeffizienten Maschinen, heisst es in der Analyse weiter. Die Flotte an Passagiermaschinen werde sich bis 2030 von derzeit rund 15.000 auf mehr als 31.500 verdoppeln. Als Gründe für den starken Anstieg sieht Airbus vor allem die grössere Nachfrage durch starkes Bevölkerungswachstum, steigenden Wohlstand in Schwellenländern. Allein in Indien werde die Zahl der Passagiere in den nächsten 20 Jahren um 9,8 Prozent steigen, in China um 7,2 Prozent. (awp/mc/ps)

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