Akzo Nobel spart sich zum Gewinnsprung

Ton Büchner
Ton Büchner, ehemaliger CEO AkzoNobel. (Foto: AkzoNobel)

Ton Büchner, CEO AkzoNobel. (Bild: AkzoNobel)

Amsterdam – Der BASF-Konkurrent Akzo Nobel hat im dritten Quartal von seinen Sparanstrengungen profitiert. Der operative Gewinn sprang um mehr als ein Fünftel auf 303 Millionen Euro, wie der Chemiekonzern am Montag mitteilte. Analysten hatten nicht mit einem so starken Zuwachs gerechnet. Der Umsatz blieb mit 3,78 Milliarden Euro indes um 5 Prozent hinter dem Vorjahr zurück, dahinter steckten ungünstige Wechselkurse und der Verkauf von Teilen des Geschäfts.

Zudem fehlt Akzo Nobel weiter Rückenwind in seinen Märkten. Das wirtschaftliche Umfeld in Europa und die Nachfrage bleibe zunächst schwach, sagte Finanzvorstand Keith Nichols. Immerhin stieg weltweit der Absatz von Farben. Akzo Nobel ist der weltgrösste Farbhersteller mit Marken wie Dulux. Neben Farben hat das Unternehmen mit Spezialchemie (Specialty Chemicals) und Beschichtungen (Performance Coatings) noch zwei weitere Standbeine.

Kostensenkungen und Konzernumbau
Das Sparprogramm werde im laufenden Quartal zu Kosten von rund 160 Millionen Euro führen, hiess es weiter. Daher werde der bereinigte operative Gewinn im Gesamtjahr wohl nicht mehr als 908 Millionen Euro erreichen, bekräftigte das Unternehmen frühere Aussagen. Die Niederländer stemmen sich schon länger mit Kostensenkungen und einem Konzernumbau gegen den Abwärtstrend. Bis Ende des Jahres will der Vorstand 500 Millionen Euro eingespart haben. (awp/mc/ps)

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