Start in US-Berichtssaison: Alu-Riese Alcoa übertrifft Erwartungen

Klaus Kleinfeld
Klaus Kleinfeld, ehemaliger Arconic-CEO.

Alcoa-CEO Klaus Kleinfeld.

New York – Die Berichtssaison in den USA steht unter ungewissen Vorzeichen: Geopolitische Krisenherde und der starke Dollar könnten dem ein oder anderen US-Unternehmen einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. Der Aluminiumriese Alcoa , der traditionell den Bilanzreigen eröffnet, hat diese Probleme nicht – der Konzern konnte am Mittwoch (Ortszeit) überraschend gute Zahlen vorzeigen. Wall Street reagierte positiv.

Das vom ehemaligen Siemens -Chef Klaus Kleinfeld geführte Unternehmen meldete einen Umsatzanstieg um sieben Prozent auf 6,2 Milliarden Dollar (4,9 Mrd Euro) für das dritte Quartal. Auch der Gewinn übertraf die Erwartungen der Wall Street: Unter dem Strich verdiente Alcoa 149 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen lediglich ein Plus von 24 Millionen Dollar erzielt.

Umbau „trägt Früchte“
Investoren waren zufrieden – die Aktie stieg nachbörslich um über zwei Prozent. Alcoa profitierte von gestiegenen Aluminiumpreisen – auf Jahressicht verteuerte sich das Leichtmetall um 16 Prozent. „Das Quartal zeigt, dass Alcoas Wandel Früchte trägt“, sagte Konzernchef Kleinfeld. Das Unternehmen hatte massiv abgespeckt, sich von unrentablen Firmenteilen wie Schmelzen und Walzwerken getrennt.

„Alcoa hat in den letzten Quartalen eine überwältigend positive Story geliefert“, kommentierte Analyst Mark Vickery von Zacks Investment Research. Der Konzern profitiert unter anderem von Fertigteilen für Flugzeuge. Alcoa geht davon aus, im laufenden Jahr ein Umsatzwachstum von 8 bis 9 Prozent in diesem Geschäftsfeld zu erreichen. Insgesamt erwartet das Unternehmen unverändert einen Anstieg der globalen Alu-Nachfrage um 7 Prozent.

Startschuss für Bilanz-Saison
Alcoa ist traditionell der erste US-Grosskonzern, der seine Bilanz vorlegt. Weil Aluminium in vielen Branchen eingesetzt wird, gilt der Konzern als eine Art Konjunkturbarometer. Nun richtet sich der Blick an der Börse vor allem auf die grossen US-Banken wie JPMorgan oder Goldman Sachs , die in der kommenden Woche Einblick in ihre Bilanzen geben. (awp/mc/upd/ps)

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