AstraZeneca dämpft Gewinnerwartungen

David Brennan

AstraZeneca-CEO David Brennan.

London – Der zweitgrösste britische Pharmakonzern AstraZeneca muss wegen negativer Studienergebnisse seine Gewinnschätzungen für das Gesamtjahr dämpfen. Wie der Konzern am Dienstag mitteilte, werden durch die Einstellung verschiedener Testreihen Abschreibungen in Höhe von mehr als 380 Millionen Dollar fällig.

Die Summe wird der Konzern eigenen Angaben zufolge im vierten Quartal verbuchen. Dadurch dürfte der Gewinn je Aktie im Gesamtjahr zwar noch weiterhin in der Spanne von 7,20 bis 7,40 Dollar ausfallen, aber vermutlich eher am unteren Ende.

«Rückschlag für ohnehin dünne Pipeline»
AstraZeneca war im Vormittagshandel mit einem Abschlag von gut zwei Prozent schwächster Wert im Stoxx Europe 50. «Es ist ein Rückschlag für die Pipeline, die ohnehin relativ dünn ist», sagte Analyst Alistair Campbell von der Berenberg Bank in London. «Sie befinden sich schon in einer schwierigen Situation und diese Nachricht hilft ganz klar nicht.» AstraZeneca hat mehrere Wirkstoffe in der Pipeline, die nicht den gewünschten Erfolg brachten. Dazu gehören der Krebswirkstoff Olaparib sowie TC-5214 gegen schwere Depressionen. (awp/mc/ps)

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