AstraZeneca setzt erneut Rotstift an

David Brennan

AstraZeneca-CEO David Brennan.

London – Der zweitgrösste britische Pharmakonzern AstraZeneca stellt sich wegen der zunehmenden Konkurrenz billigerer Nachahmermittel und staatlicher Sparprogramme weiter auf harte Zeiten ein. Mit einem neuen Restrukturierungsprogramm sollen ab 2014 jährlich zusätzlich 1,6 Milliarden Dollar eingespart werden, teilte der im FTSE100 notierte Konzern am Donnerstag in London mit.

Nach mehr als 20.000 Stellenstreichungen der letzten Jahre sollen nun nochmal 7.300 Mitarbeiter ihren Job verlieren. AstraZeneca leidet vor allem unter dem Umsatzeinbruch beim Magenmittel Nexium. Alleine im vierten Quartal brach der Umsatz mit dem Mittel um 13 Prozent auf 1,067 Milliarden Dollar ein. Insgesamt hätten Generika den Umsatz im Gesamtjahr um fast 2 Milliarden Dollar geschmälert, hiess es in der Mitteilung weiter.

Weiteres Aktienrückkaufprogramm
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Konzernchef David Brennan mit einem Umsatzrückgang zu konstanten Wechselkursen im prozentual niedrigen zweistelligen Bereich. Nach einem Aktienrückkaufprogramm im Vorjahr sollen nun weitere Aktien im Wert von 4,5 Milliarden zurückgekauft werden. Die Dividende soll um zehn Prozent auf 2,80 Dollar je Aktie steigen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stagnierte der Umsatz der Briten mit 33,59 Milliarden Dollar auf Vorjahresniveau. Der operative Gewinn kletterte auch dank Einsparungen auf 12,79 Milliarden Dollar. (awp/mc/ps)

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