Australien-Lasten drücken Hochtief in die Verlustzone

Frank Stieler

Hochtief-CEO Frank Stieler.

Essen – Hohe Belastungen in Australien haben den grössten deutschen Baukonzern Hochtief im ersten Quartal tief in die Verlustzone gedrückt. In den ersten drei Monaten des Jahres lag der Verlust bei 169,5 Millionen Euro nach einem Gewinn von 34,1 Millionen ein Jahr zuvor, wie der MDax -Konzern am Montag in Essen mitteilte.

Der Umsatz erhöhte sich unterdessen dank einer guten Auftragslage um 10,6 Prozent auf 4,919 Milliarden Euro. Beim Ergebnis vor Steuern ergab sich ein Einbruch auf minus 444,8 (Vorjahreszeitraum +120,5) Millionen Euro. Analysten hatten insgesamt in etwa mit solchen Werten gerechnet. Operativ sei der Konzern weiter auf Wachstumskurs, hiess es.

ACS strebt Mehrheitsübernahme bis Mitte Jahr an

Nach dem Durchmarsch des spanischen Grossaktionärs ACS auf der Hauptversammlung am Donnerstag und der Einsetzung einer neuen Führung dürften die Zahlen insgesamt aber auf ein vergleichsweise geringes Interesse stossen. Nach einer monatelangen Übernahmeschlacht strebt der hoch verschuldete Baukonzern ACS bis zur Jahresmitte die Mehrheitsübernahme von Hochtief an. Der mit Ablauf der Hauptversammlung ausgeschiedene Hochtief-Vorstandschef Herbert Lütkestratkötter hatte seinen Rückzug mit dem Druck der Spanier begründet. Neuer Hochtief-Chef ist der zuvor für das Europa-Geschäft zuständige Manager Frank Stieler. (awp/mc/ps)

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