Auto-Urgestein Bob Lutz bleibt GM erhalten

Bob Lutz

Detroit – Das Rentnerdasein scheint dem legendären GM-Manager Bob Lutz nicht zu schmecken. Der 79 Jahre alte Autonarr, der eigentlich im vergangenen Jahr in den Ruhestand gegangen war, arbeitet ab sofort als Berater für den US-Autokonzern. «Er bringt eine Fülle an Erfahrungen mit, die er im Laufe von mehr als 40 Jahren in der Branche angesammelt hat», erklärte General Motors am Freitag in Detroit.

Der gebürtige Schweizer war zu seinen aktiven Zeiten eine Allzweckwaffe. Der Veteran sprang immer dort ein, wo gerade Not am Mann war. Er half mit, die Insolvenz 2009 zu überstehen. Zwischenzeitlich war er auch als Übergangschef bei Opel im Gespräch. Zuletzt hatte er sich bei GM um Entwicklung und Design gekümmert und dabei geholfen, die angestaubte Modellpalette auf Vordermann zu bringen. Viele der jetzigen Verkaufsschlager gehen auf ihn zurück.

Unverblümte Art
Doch Lutz machte sich nicht nur Freunde. Mit seiner direkten, unverblümten Art eckte er des öfteren an. Speziell in Deutschland sind die Erinnerungen an ihn gemischter Natur. Opelaner hatten ihm vorgeworfen, er sei mitverantwortlich dafür, dass sich die Marke zu langsam weiterentwickelt habe und deshalb in Schwierigkeiten geraten sei. Vor seiner Zeit beim grössten US-Autohersteller arbeitete Lutz bei BMW, Chrysler und Ford. (awp/mc/ps)

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