Axel Springer zeigt Interesse an der Scout Gruppe der Telekom

Mathias Döpfner

Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner.

Frankfurt – Der Axel Springer Verlag zeigt Interesse an der Scout Gruppe, dem Kleinanzeigenportal der Deutschen Telekom. «Sollte die Scout Gruppe zum Verkauf stehen, wären wir geradezu verpflichtet, uns das anzuschauen», sagte der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner im Interview mit dem Wall Street Journal Deutschland. «Ob wir uns auf eine Bewertung einigen könnten, ob wir die Gruppe kaufen würden, ob sie überhaupt zum Verkauf steht, ist aber noch offen», fügte er hinzu.

Zur Scout Gruppe gehören sechs Internetportale in 22 Ländern, vornehmlich in Europa. Die bekanntesten sind Autoscout24 und Immobilienscout24. Die Deutsche Telekom hatte im Dezember eine strategische Überprüfung des Bereichs angekündigt, dessen Wert von Branchenexperten auf 1,4 Milliarden Euro geschätzt wird. Eine Option sei ein Börsengang, hiess es damals. Ob auch ein Verkauf in Frage komme, wollte ein Telekom-Sprecher auf Anfrage nicht sagen.

Das Interesse an der Fernsehkette ProSiebenSat.1 hat der Springer-Konzern dagegen nahezu verloren. Eine Übernahme, wie vor einigen Jahren geplant und nach kartellrechtlichen Bedenken fallen gelassen «ist zunehmend unwahrscheinlich», sagte Döpfner. Heute könne der Verlag selbst bewegte Bilder liefern, etwa Highlights der Fussball-Bundesliga auf der neuen, kostenpflichtigen Bild-App. «Im Sommer soll es los gehen», kündigte Döpfner an. (WSJ/mc/pg)

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